Der tierische Feind des Golfers: Die Zecke

Ein Beitrag von Heinrich Heyne (Heyne Living), Initiator des Projekts GOLF for Heart im Blog Golf is easy! von Uwe Specht

Wenn Zecken auf Golfer warten

… leider landen Golfbälle nicht immer in der Mitte des perfekt geschnittenen Fairways.

Es kommt daher vor, manchmal auch regelmässig, dass ganze Flightbesatzungen die Umgebung systematisch nach Golfbällen absuchen müssen.

Dies kann in gewissen Ländern z.B. wegen Schlangen oder Alligatoren gefährlich werden. Hierzulande sind es Zecken, die zwischen April und Oktober für Golfer gefährlich werden können, vor allem, wenn durch Zeckenstiche Krankheiten übertragen werden.

Wegen ihren acht Beinen werden Zecken zu den Spinnentieren und nicht zu den Insekten (6 Beine) gezählt. Sie bevorzugen als Lebensraum Laubwälder mit üppigem Unterholz,Waldränder und Waldwege mit ihren Büschen und Gräsern.

Irrtümlicherweise glauben viele, dass sich Zecken von Bäumen fallen lassen. Das Gegenteil ist der Fall: Zecken positionieren sich in Bodennähe auf Gräsern sowie auf Hecken und lassen sich von verschiedenen Tieren, aber auch von Menschen abstreifen.

Ideale Stichstellen beim Menschen sind die behaarte Kopfhaut, Ohren, Hals-, Arm- und Kniebeugen, Leistenregion sowie Hände und Füsse. Der Stich wird wegen der Absonderung eines anästhesierenden Stoffes selten bemerkt.

Zecken sind für Menschen deshalb problematisch, weil durch ihren Stich Krankheitserreger übertragen werden können. Zecken sind in den gemässigten Breiten der Nordhalbkugel die wichtigsten Überträger von Krankheiten auf den Menschen. In Europa sind vor allem zwei durch Zecken übertragbare Erkrankungen von Bedeutung: Die durch Bakterien ausgelöste Lyme- Borreliose und die durch Viren verursachte Frühsommer-Meningoenzephalitis

Jeder Golfer und jede Golferin sollte daher die Krankheitsbilder kennen, sich optimal vor Zeckenstichen schützen und die Zecken korrekt entfernen können. Wird eine Zecke bemerkt, sollte sie umgehend entfernt werden, weil bis zur Übertragung von möglichen Erregern mehrere Stunden vergehen können.

Dazu wird die Zecke möglichst hautnah mit einer Pinzette oder wenn diese nicht verfügbar ist mit den Fingernägeln gefasst und durch senkrechten, kontinuierlichen Zug leicht drehend entfernt. Anschliessend werden die Haut desinfiziert sowie Datum und Aufenthaltsort notiert.

Die Stichstelle sollte für mindestens vier Wochen beobachtet werden. Treten Hautrötung, grippeartige Krankheitssymptome oder Gelenkschmerzen auf, ist eine Arztkonsultation zur Behandlung (Antibiotika) zu empfehlen.

Wie kann sich der Golfer vor Zeckenstichen schützen?

1. Benützen eines Antizeckensprays

2. Möglichst lange Hosen aus hellen und glatten Textilien, hohe Socken und eng anliegende Kleidung tragen.

3. Unterholz möglichst meiden, d.h. Golfbälle nicht um jeden Preis darin suchen.

4.Wer sich trotzdem ins Rough oder ins Unterholz begibt, sollte die Socken über die Hosen stülpen.

5. Nach dem Golfen auf jeden Fall sowohl die Kleider als auch den Körper nach Zecken absuchen.

Zeckenkarten und weitere Informationen gibt es unter:
http://www.zecken.de/index.php

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