Einfach weglächeln

Golf Mental Coach Michael Rother

Michael Rother

Bekanntlich findet Golf ja zu 95 % zwischen den Ohren statt. Heißt für den ambitionierten Golfer: Auch der Kopf will trainiert sein. Hier der zweite Teil unserer Serie mit Michael Rother und seinen Tipps, wie man den “Ohrenzwischenbereich” besser in den Griff bekommt. Michael Rother arbeitet als Sport-Mental Coach (Schwerpunkt Golf), als NLP Master und Wingwave Coach mit Profis und Amateuren. Mehr Infos über seine Arbeit finden Sie auf seiner Webseite

Verkrampfen aktiviert die falschen Muskeln

Wenn es für uns auf der Golfrunde nicht so gut läuft, verkrampfen wir. Unsere Muskelspannung ist viel zu hoch und die falschen Muskeln sind zum falschen Augenblick aktiviert. Wir könnten ja einfach mal lächeln.

Gelotologie ist die Wissenschaft des Lachens. Studien zeigen, dass Menschen, die lachen, sich danach besser fühlen, weil die Bewegung der Lachmuskeln auf das Gehirn wirkt. Denn Lachen sorgt für Entspannung, ist eine Entlastungsreaktion, versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und senkt den Blutdruck. Und Lachen schüttet Glückshormone aus wie Dopamin und Serotonin.

Verkrampfte Golfer erkennt man sofort an ihrem Gesicht. Viele beißen die Zähne zusammen. Die Kaumuskeln sind direkt mit der Hals, Nacken und Schultermuskulatur verbunden. Versuchen Sie mal so einen guten Golfschlag zu machen.

Es gibt übrigens Zahnschienen, die dieses Zubeißen verhindern, Manuel Neuer und Mats Hummels trainieren damit. Frederik Strünker, einer der besten deutschen Amateurgolfer, trainiert mit so einer Schiene. Sie verbessern angeblich Kieferfehlstellungen und erhöhen deutlich die Kraftleistung und Koordination. Die Grundannahme ist, dass eine Kieferfehlstellung oder zu festes Zubeißen die Körperstatik negativ beeinträchtigt. Auch hier geht es mal wieder um Entspannung.

Ein freundliches Gesicht erzeugt positive Gefühle

Der Psychologe Fritz Strack hat in den 90er Jahren an der Universität Trier folgendes Experiment gemacht. Er hat Versuchspersonen Comics gezeigt.
Eine Gruppe musste einen Stift nur mit den Lippen halten, die andere Gruppe mit den Zähnen.
Nur die Gruppe mit dem Stift zwischen den Zähnen amüsierte sich und stufte die Wirkung der Comics auf sich selber als lustiger ein. Die andere Gruppe verhinderte durch diese Haltung die Aktivierung eines bestimmten Muskels, der für das Lachen sehr wichtig ist.
Das Experiment zeigt: Menschen die ein freundliches Gesicht machen erzeugen bei sich selbst gute Laune und positive Gefühle.

Nach dem ersten Ärger wieder lächeln

Bitte denken Sie jetzt nicht, dass sie jeden schlechten Schlag mit einem Lächeln begleiten müssen. Es sähe auch ziemlich komisch aus, wahrscheinlich würde niemand mehr mit ihnen spielen wollen, wenn sie nur noch als künstliche Grinsebacke herumlaufen würden.

Aber: Sie könnten es ja direkt nach dem ersten Ärger mal ausprobieren. Einen schlechten Schlag kann man nämlich wirklich weglächeln.

Viel Spaß mit dem Ausprobieren im Training und auf der Runde und gute Scores wünscht Michael Rother.

Beim nächsten Mal: So tun, als ob man selbstbewusst ist, funktioniert. Warum man mit dem Einnehmen einer selbstbewussten Körpersprache auf der Golfrunde bessere Scores spielt.

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