Einmalige Chance – deutsche Erfolge als Werbung nutzen

Was für ein Jahr für den deutschen Golfsport. Erst dominiert Martin Kaymer die U.S. Open in Pinehurst und jetzt zieht auf der Senior Tour Bernhard Langer mit einem überragenden Vorsprung von 13 Schlägen bei den Senior British Open nach. Erste Rufe werden laut Langer sogar für den Ryder Cup zu nominieren. Zwei deutsche Teilnehmer bei einem der größten Sportevents weltweit, das wäre großartig.

Perfekte Basis, um alle Altersklassen zu begeistern

Wenn das nicht eine Steilvorlage für die Gewinnung neuer Golfer ist. Denn besser geht es kaum: Martin Kaymer ist ein junger, dynamischer Spieler, der perfekt als Vorbild für die Kleinen und Jüngeren dienen kann. Vermutlich wäre es noch besser, wenn er von Nike oder Puma statt von Boss gesponsert werden würde, aber dennoch gilt es jetzt, ihn als sympathischen Botschafter des Golfsports zu vermarkten. Bernhard Langer hingegen, ist das perfekte Beispiel dafür, dass Golf nahezu alterslos ist, dass man auch noch in „höherem Alter“ tolles Golf spielen kann.

Spannendere Berichterstattung erwünscht

Es scheint zwar so, dass die Medien jetzt doch langsam etwas mehr über den Golfsport berichten – häufig sind die Artikel aber dermaßen dröge und vor allem voll mit Fachbegriffen oder einer unendlich langen Auflistung der Anzahl der Schläge, dass das für einen Nicht-Golfer nicht reizvoll zu lesen ist (für einen Golfer übrigens auch nicht wirklich). Es wird meist nüchtern von Zahlen berichtet, als einfach mal tolle Schläge zu beschreiben, z. B. ein besonders langer Abschlag oder ein eingelochter Chip. Es fehlen auch Aussagen oder Interviews mit den Spielern, sodass diese den Spaß am und die Faszination des Spiels rüberbringen können.

Tennis als Vorbild

Beim Tennis hat das auch geklappt. Einst war es ein elitärer Sport, aber als Boris und Steffi ihre Erfolge feierten, wurde es allmählich zu einer Breitensportart. Natürlich ist das mit Golf nicht ganz so einfach. Zum Einen ist es nicht so wie beim Tennis, dass da meistens die gleichen „oben“ mitspielen. Beim Golf ist es eben durchaus möglich, dass ein Top-Spieler vielleicht mal den Cut nicht schafft. Zum anderen nehmen Fernsehübertragung sehr viel Zeit (und Sendeplatz) in Anspruch. Zudem ist es für Zuschauer, die wenig Ahnung vom Golfsport haben, schon auch nicht allzu einfach, dem Geschehen so zu folgen, dass Spannung aufkommt. Aber man könnte doch auch einfach mal eine spannende Zusammenfassung machen – man bedenke nur den Putt von Martin Kaymer beim letzten Ryder Cup. Richtig kommentiert, kann man hier bei jedem Gänsehaut erzeugen.

Jeder kann begeistert werden

Mein Opa – der nun von Golf auch so gar keine Ahnung hatte – rief einmal ganz aufgeregt meinen Papa an, dass er vor lauter Langeweile jetzt mal Golf eingeschaltet hat (letzter Spieltag an einem Sonntag) und das ja total spannend war. Er hat meinem Vater Löcher in den Bauch gefragt, wie das jetzt mit dem Par ist und was ein Birdie genau bedeutet usw. Dieses Beispiel zeigt, dass es gar nicht so schwer ist, Leute für diesen tollen Sport zu begeistern. Es muss nur dringend mal in Angriff genommen werden.

Wer weiß, wie lange der deutsche Golfsport altersübergreifend so erfolgreich sein wird. Es wäre fahrlässig, diese Chance jetzt verstreichen zu lassen.

Ein Kommentar zu “Einmalige Chance – deutsche Erfolge als Werbung nutzen

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