Aus Liebe zum Matchplay

Kommendes Wochenende steht der nächste Tag der Kramski Deutschen Golf Liga an. Doch auch in diesem Jahr denke ich immer noch wehmütig an die Matchplay*-Spiele zurück.  Es ist einfach ganz was anderes Mann gegen Mann (oder Frau gegen Frau) ein Match zu bestreiten, als seine eigenen Schläge vor sich hin zu zählen. Beim Matchplay spielt es keine Rolle, wie viele Schläge man braucht. Es ist nur wichtig, dass man möglichst oft weniger als der Gegner braucht. Die Psyche oder mentale Stärke hat hier natürlich eine ganz andere Bedeutung als beim ganz gewöhnlichen Zählspiel. Ganz schnell kann da auch mal einer mit dem vermeintlich deutlich schlechteren Hcp einen Sieg einfahren. Abgesehen davon ist es für Zuschauer natürlich auch viel spannender so ein Match zu verfolgen.

Ich mag hier jetzt nicht diskutieren, ob die Entscheidung des DGV in Bezug auf die Spielform gut oder schlecht war. Mir persönlich fehlt das Matchplay jedoch und ich bin froh, dass sich der GVBB (Golfverband Berlin-Brandenburg) in Bezug auf die Mannschaftsmeisterschaften wieder für diese Spielform entschieden hat. Ansonsten gibt es ja leider nur sehr wenige Turniere als Matchplay.

denigo Poloshirts

Der Preis für die Gewinner: ein denigo Cross Design Shirt

Daher finde ich es besonders toll, dass der Matchplay-Cup (www.matchplay-cup.de) ins Leben gerufen wurde, an dem jeder Golfer deutschlandweit teilnehmen kann. Entsprechend habe ich natürlich auch sofort „ja“ gesagt, als man uns gefragt hat, ob wir den Cup unterstützen möchten. Wir sind also nun stolzer Partner des Matchplay-Cups. Für alle Fans des Matchplays gilt jetzt folglich: einfach informieren, anmelden und mitmachen. Und zu gewinnen gibt es unter anderem natürlich auch denigo Cross Design Shirts 🙂

 

*zur Info: Beim Matchplay oder auch Lochwettspiel spielt man 18 Loch gegen einen anderen Golfer um jedes einzelnen Loch. Derjenige, der an einem Loch weniger Schläge benötigt, gewinnt das Loch. Wer am Ende die meisten Löcher gewonnen hat, geht als Sieger aus der Partie hervor.

Ein Hoch auf die Etikette

Aufgrund jüngster Erfahrungen auf dem Golfplatz habe ich das tiefe Bedürfnis eine kleine Serie zum Thema Etikette zu starten. Die Etikette ist vermutlich eines der Wörter, die von den „Gegnern“ des Golfsports nur mit hochgezogenen Augenbrauen in den Mund genommen werden. Zum Teil auch verständlich, liest man sich beispielsweise die Definition auf Wikipedia durch: „Die Etikette (vom französischen étiquette), auch Benimmregeln genannt, ist ein Verhaltensregelwerk, welche sich auf zeitgenössische traditionelle Normen beruft und das die Erwartungen an das Sozialverhalten innerhalb gewisser sozialer Kreise beschreibt.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Etikette)

Diese Definition passt natürlich in das typische Gesamtbild des Golfers: Reich, elitär und dann haben die auch noch eigene „Verhaltensregeln“ innerhalb ihres „sozialen Kreises“. So ist es nicht verwunderlich, dass der ein oder andere Neu-Golfer meint, sich dieser nicht anpassen zu müssen, so spielt er doch aus Spaß am Sport und nicht aufgrund von elitärem Geltungsbedürfnis.

Daher ist es an der Zeit, sich die Etikette des Golfers noch einmal genau anzusehen. Denn es finden sich hier ausschließlich Regeln, die dabei helfen sollen, dass jeder Freude und Spaß auf dem Golfplatz hat. Sie sollen das miteinander der tausenden von Menschen, die weltweit zum Schläger greifen, vereinfachen.

Die Golferetikette beschreibt genauer gesagt die folgenden Bereiche:

  • Rücksicht auf andere Spieler
  • Spieltempo und Vorrecht auf dem Golfplatz
  • Schonung des Golfplatzes

Man erkennt hier schnell, dass sich dahinter keinesfalls irgendwelche elitären Regeln verbergen. Daher sollte jeder Golfer aus eigenem Interesse diese Regeln befolgen. Denn wenn sich zukünftig keiner mehr daran hält, haben wir alle keine Freude mehr auf unseren Plätzen. Und spielen damit genau den elitären Leuten in die Karten, die der Meinung sind, dass Golf nicht für Jedermann zugänglich sein sollte.

Darum werden wir in den nächsten Wochen noch auf einzelne Aspekte der Etikette etwas genauer eingehen, obwohl eigentlich mit der ersten Regel „Rücksicht auf andere Spieler“ schon fast alles gesagt ist.

Übrigens ist dieses Regelwerk ausnahmsweise mal nicht typisch deutsch. Die Etikette ist Teil der Rules of Golf die von der R&A Rules Limited und der United States Golf Association entwickelt wurden.

 

Der schönste Sport der Welt

Golfer unterm RegenbogenGut, manch einer mag ob der Überschrift und des folgenden Textes etwas irritiert sein, aber ich denke unsere Stammleser haben da den gleichen Gedanken wie ich. Nein, es geht hier nicht um Matratzensport, sondern um Golf. Und schon liegt ein Klischee auf dem Tisch: Hast Du noch Sex oder spielst Du schon Golf?  Auch wenn es jetzt für viele überraschend kommen mag: Man kann tatsächlich beides haben. Doch ich persönlich mag nur eines von beidem mit dem Begriff „Sport“ belegen, so dass ein Vergleich hier jetzt nicht das Thema ist.

Wer sich jetzt bei Klischee 1 noch nicht aufgehoben gefühlt hat, der kann dann vielleicht jetzt einsteigen. Golf, ein Sport? Ja, Golf ist ein Sport … aber warum das so ist, wäre mal ein gutes Thema für einen anderen Beitrag. Dieser Artikel will sich einem anderen Thema widmen, nämlich warum Golf der schönste Sport der Welt ist. Eigentlich ganz einfach …

1. Golf ist Natur

Raus aus dem Büro-Alltag – rein in die Natur. Tief durchatmen und mehrere Stunden Wald, Gewässer, Berge und Grün genießen, bei der After-Work-Runde vielleicht sogar noch einen schönen Sonnenuntergang. Je nachdem, wo man spielt, ist auch die Tierwelt nicht zu verachten.

2. Golfen kann jeder mit jedem

Egal wie gut oder weniger gut man ist, man kann mit jedem Spieler jeder Spielstärke über den Platz gehen und – wenn man möchte – sich sogar mit ihm battlen. Das Handicap macht es möglich. Welcher andere Sport bietet das?

3. Golf bietet Challenge für den, der möchte

Natürlich ist eines der Ziele des Golfspiels, möglichst wenig Schläge zu brauchen, um die Bälle in die 18 Löcher zu befördern. Aber das muss es nicht sein. Man kann auch einfach die Natur und die Gesellschaft netter Leute genießen und dabei eben ab und an auch mal gegen eine Kugel hauen und sich so mehr und intensiver bewegen und trainieren, als bspw. bei einem Spaziergang. Wer möchte kann aber auch fleißig mitzählen, in jeder Spielstärke Turniere mitspielen und ehrgeizig an die Sache rangehen. Eben jeder wie er mag.

4. Golfen hält gesund

Frische Luft, 4-5 Stunden Bewegung (natürlich ohne Cart), nette Gesellschaft und das Ganze ca. 2-3 Mal die Woche. Da freut sich die Gesundheit.

5. Golf ist altersunabhängig

Ob jung, ob alt – jeder kann in jedem Alter mit dem Golfen beginnen und – wenn der Körper es mit macht – bis ins hohe Alter gut spielen. Schon manch ein Senior hat bei den Profis noch ein „normales“ Turnier gewonnen. Denn auch beim Golfen gilt: Länge ist nicht alles 😉

6. Golf erzieht zur Demut

Der kürzeste Golferwitz: „Ich kanns!“. Golf ist so vielfältig und komplex, dass man von einem auf den anderen Tag, ja sogar manchmal von einem zum nächsten Schlag gefühlt alles wieder vergessen hat. Golf ist stetiges an sich arbeiten und das nicht nur technisch sondern insbesondere auch mental. Gerade noch auf der Range (Übungsgelände) jeden Ball perfekt getroffen und wie der King (oder die Queen) zum Tee 1 marschiert, geht plötzlich 10 Minuten später im Turnier gar nichts mehr. Und auch wenn man nach 3-4 Löchern schon weiß, das wird heute nix mehr, hat man noch 3-4 Stunden vor sich, die es dann möglichst mit einem Lächeln zu bewältigen gilt.

7. Golfen macht süchtig

Warum? Weil es niemandem geben wird, der auch bei einer noch so guten Runde hinterher sagt: jeder Schlag war perfekt. Man hat immer das Gefühl: Das hätte noch besser gehen können. Außerdem gibt es nichts Schöneres, als wenn man einen perfekten Schlag macht. Einen Schlag, denn man sich genauso vorgestellt hat, z.B. ein richtig schön hoher Wedge-Schlag aufs Grün, wenn der Ball zum Tap-in neben der Fahne liegen bleibt. Daran kann man sich tagelang noch erfreuen.

Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, dem kann ich leider auch nicht helfen. Allen anderen empfehle ich die Teilnahme an einem Schnupperkurs im nächstgelegenen Golfplatz. Und wer es dann auch noch bis zur Platzreife schafft, der erhält auch noch eine kleine Belohnung von uns:

Gutschein für Platzreife

Also: Worauf noch warten? Spielen Sie Golf!