Zwischen Bergen und Meer: Oubaai Golf Club

Fahren wir fort in unserer Serie: Golfpätze in Südafrika. Heute möchte ich euch den Oubaai Golf Club vorstellen, der in der Nähe des George Airport am Meer liegt. Bevor ich ins Detail gehe noch ein Tipp: denkt gerade auf diesem Platz an die Sonnencreme! Das Halfway-House des Oubaai Golfclubs liegt weit entfernt vom Clubhouse. Wer also seine Sonnencreme vergessen hat, ist der Sonne 18 Loch lang schutzlos ausgeliefert (nicht, dass ich aus Erfahrung sprechen würde #wasntme).

Oubaai war der erste Platz, den wir in diesem Jahr in Südafrika gespielt haben, daher war natürlich alles zu Beginn noch recht aufregend und ungewohnt. Wir waren extra etwas zeitiger da, um noch ein paar Bälle auf der Driving Range zu kloppen, mussten jedoch feststellen, dass es lediglich eine kleine Chip- und Putt-Area gab (wie bei den meisten anderen Clubs auch). War aber gar nicht schlimm, so gab es dann einfach ein zweites kleines Frühstück im gemütlichen Clubrestaurant. Als Leihgabe bekamen wir recht passable Schläger bekannter Marken, mit denen man sehr gut zurecht kam.

Oubaai ist einer der ersten Ernie Else Signature Courses in Südafrika und eine gut gepflegte, schöne 18-Loch-Anlage. Der Platz bietet sowohl spektakuläre Sichten in bewaldete Berge, Täler und Schluchten der Outeniqua Mountains, als auch zwei sehr schöne Löcher mit Blick auf den Indischen Ozean.

OubaaiGolfClub-Hole7

Loch 6 im Oubaai Golf Club


Spielerisch ist er abgesehen von ein paar wenigen Bahnen nicht besonders schwer, aber auch keinesfalls langweilig. Nach 9 Loch erwartet einen ein kleines Halfway-House, in dem man sich eine Kleinigkeit gönnen oder aber auch einfach kostenfrei seinen Wasservorrat am Spender auffüllen kann. Besonders spektakulär sind die Löcher 6, 17 und 18. An der 6, einem Par 3, hat man einen tollen Blick in eine Schlucht und einen Abschlag zum Genießen.

Abschlag 18 Oubaai Golf Club

Der Abschlag an der 18

An der 17, ebenfalls ein Par 3, schlägt man direkt aufs Meer zu. Die 18 verläuft dann parallel zur Küste. Ein tolles letztes Loch, das von der Terrasse aus auch genauestens beobachtet werden kann. Es gilt also nochmal alle Reserven zu mobilisieren und die schönsten Schläge rauszuholen.

Schön war auch der Tierbesuch mit Nachwuchs, der natürlich nicht immer zu sehen ist, aber für uns auf alle Fälle mit zu den Highlights zählte.

Springbocks vor Bunker

Tierische Nachwuchs-Golfer

Nach der Runde kann man sehr schön auf der Terrasse mit tollem Blick auf die 18 und das Meer noch ein eiskaltes Light-Beer oder einen leckeren Weißwein genießen. Es lohnt sich also, hier noch etwas Zeit für Loch 19 einzuplanen.

Fazit: Der Oubaai Golf Club sollte auf jeden Fall auch auf der Liste der zu spielenden Plätze in der Nähe von George stehen. Auch, wenn er in meinem persönlichen Ranking, der von uns gespielten Plätze, „nur“ auf dem geteilten dritten Rang landet.

Bergiges Golf in Südafrika – Simola Golf Estate

Als ersten Platz in Südafrika möchte ich Euch heute Simola Golf und Country Estate vorstellen. Simola ist einer der Plätze um Knysna. Aus Richtung Kapstadt kommend biegt man von der N2 kurz vor Knysna links ab, um nach ca. 10 Minuten bergauf den Parkplatz des Golf Estates zu erreichen. Wie auch von den anderen Golfplätzen in SA gewohnt, wird man am Parkplatz von einem Angestellten empfangen, der sich dann um das Golfgepäck kümmert. Unser „welcome guy“ war sehr freundlich und lustig und wies uns den Weg zum Eingang.

Blick von der Terrasse im Golfclub Simola

Blick von der Restaurant-Terrasse


Bei unseren 5 Golfrunden frühstückten wir stets noch vor unserer Tee-Time im Club oder tranken
zumindest noch einen Kaffee vorweg. So auch hier. Da es sich um ein Golf Estate mit Hotel handelt, hatten wir die Möglichkeit, mit den Hotelgästen am Frühstücks-Buffet teilzunehmen. Das war sehr lecker und man richtete uns auch ohne Murren einen Tisch auf der Terrasse ein, obwohl draußen nicht gedeckt war. Von dieser Terrasse aus hatte man einen schönen Blick ins Tal mit Meer und der Lagune von Knysna in der Ferne. Auch konnte man schon einen ersten Blick auf das ein oder andere Loch erhaschen.

Nach unserer Stärkung erhielten wir unsere Leihschläger. Hier ließ die Auswahl und Qualität der Schläger leider etwas zu wünschen übrig. Wir durften uns zwar unseren Satz selbst zusammenstellen, aber die Schläger waren recht alt und abgenutzt. Da wir zeitlich recht früh dran waren, hatten wir noch Zeit ein klein wenig zu Chippen und zu Putten, eine Driving Range stand nicht zur Wahl, was aber nichts Ungewöhnliches ist in Südafrika. Chipping und Putting-Area waren recht groß, so dass man sich zumindest im kurzen Spiel etwas warm schlagen konnte. Der Starter war sehr nett und freundlich. Er gab uns noch einige Tipps mit auf die Runde, wie z.B. dass die Breaks auf den Grüns alle zum Meer hin fallen, was wirklich ein sehr hilfreicher Hinweis war. Der Platz an sich war sehr schön gepflegt, die Grüns in gutem Zustand. Leider waren die Bahnen aber sehr häufig nah beieinander, so dass man am Abschlag dann teilweise lieber etwas wartete, bis der Flight auf der Bahn nebenan nicht mehr in Reichweite war.

Blick von weit oben auf die Bahn 2 und weitere Bahnen von Simola

Der Blick vom Herrenabschlag von Loch 2

Die Löcher waren teilweise ganz tricky angelegt, aber nicht allzu schwer. Also auch für Anfänger oder
weniger ambitionierte Golfer geeignet. Landschaftlich bietet Simula sehr viele schöne Blicke über das Tal. Teilweise sieht man auch die Lagune und ganz selten auch mal weit hinten das Meer. Durch die zahlreichen Höhenunterschiede gab es weitreichende Views an den Abschlägen.

Die Halfway-Verpflegung war hier im Preis mit inkludiert. Ein kleines Restaurant mit schönem Blick auf ein paar Löcher, bot ein kleines Buffet. Getränke mussten jedoch zusätzlich bezahlt werden. Das Essen war einem Halfway-Restaurant angemessen. Nichts Besonderes, aber total in Ordnung. Die Toiletten am Halfway waren sauber und gepflegt.

Blick auf den Fluss im Golfclub Simola

Der Fluss war an einigen Löchern im Hintergrund zu sehen

Nach dem Spiel fanden wir uns im Gegensatz zum Frühstück auf der Terrasse der Club Lounge ein, die einen schöneren Blick über den Platz selber sowie den Fluss bot als die Restaurant-Terrasse. Das Personal war hier ein wenig träge, aber nicht träger, als in vielen anderen Restaurants in Südafrika auch 😉

Letztlich war der Platz für mich persönlich allerdings nicht besonders genug. Ähnliche Plätze findet man auch in Deutschland, mit Höhenunterschiede und schönen Blicken über Täler. Der oft auf Fotos dargestellte Fluss ist nur selten zu sehen und auch nicht so beeindruckend, wie die Bilder vermitteln. Daher landet Simola in unserem persönlichen Ranking der 5 Plätze auf dem letzten Platz. Es ist ein schöner Platz, der auch für großteils gut zu spielen ist, wer aber insbesondere auch auf Meerblick steht, sollte diesen Platz nicht an vorderster Stelle auf die Reiseliste setzen. Auch eine längere Fahrt (wir sind knapp 1,5 h gefahren) lohnt sich nur bedingt, da es meist im Umkreis auch schöne Plätze gibt.

Südafrika – ein Golfreiseland?

Der Golfer aus Deutschland hat es nicht leicht. Wenn Petrus es gut mit ihm meint, lässt er ihn 8 Monate im Jahr vernünftig golfen. Häufig denkt er aber auch an die Skifahrer und der Golfzeitraum ist deutlich kürzer, zumindest wenn man echte und gut puttbare Grüns anspielen möchte. Hätte man die Chance, Petrus zu bestechen, würden viele Golfer sicher straffällig werden. Die Meisten sind vom Golf-Virus derart infiziert, dass die golffreie Zeit kaum auszuhalten ist. Man begibt sich zur Suchtbefriedigung sogar in kleine Hallen und drischt den Ball in ein 10 Meter entferntes Netz, um nicht mit zitternden Händen  zu Hause  die Golfturniere in warmen, sonnigen Gefilden der Welt verfolgen zu müssen. So liegt es nahe, dieser unerträglichen Zeit zumindest ein paar Wochen zu entfliehen und in Länder zu reisen, die in dieser Zeit Sonne und warme Temperaturen versprechen.

Mein Mann und ich gehören selbstverständlich nicht zu diesen abhängigen Menschen, wir haben unsere Sucht natürlich problemlos im Griff. Gerne entfliehen wir auch dem heimischen Winter, aber selbstverständlich nicht – zumindest nicht in erster Linie – um festzustellen, dass es sich vielleicht doch gelohnt hätte, das ein oder andere Mal öfter im Wintertraining anwesend zu sein. So buchten wir Ende 2015 eine Reise nach Südafrika: Safari, Sonne, Strand, Meer, Haie, Pinguine, Cityrundfahrten – und ja, vielleicht auch die ein oder andere Runde Golf. Aber natürlich nur, da es dort angeblich wunderschöne Golfplätze geben soll.

Der ursprüngliche Plan bestand darin, maximal 3 Mal in den 2,5 Wochen zu golfen, so als Abwechslung. Online stießen wir jedoch auf ein tolles Angebot (Danke Papa dafür): 5 Runden Golf auf DEN Plätzen rund um George und Knysna, inklusive Cart für knapp 400 Euro für uns beide zusammen (zu buchen übrigens hier: http://www.grgolfpass.co.za/). Selbstverständlich konnten wir da natürlich nicht „nein“ sagen und freuten uns dann doch darauf, folgende Plätze kennen zu lernen: Oubaai, Pinnacle Point, Fancourt Montagu, Pezula und Simola.

Weiterhin tapfer (da uns Golfen ja gar nicht wichtig war) verzichteten wir auf unser Golfgepäck und beschlossen uns vor Ort die Schläger zu leihen. Schließlich benötigt man ein relativ großes Auto, um die Schläger mit zu karren, und die sind in Südafrika relativ teuer. Außerdem wollten wir unsere Schläger in Johannesburg bzw. dem Krüger nicht im Auto rumkutschieren und die zusätzliche Organisation für den Inlandsflug von Johannesburg nach George war uns ebenfalls zu viel. Ein Fehler! Zumindest dann, wenn die heimische Ausrüstung besonders gefittet ist. Aber eins nach dem anderen.

Nach unfassbaren Erlebnissen in unserer Lodge im Krüger Nationalpark glaubten wir schon, der Rest des Urlaubes kann dieses Niveau nicht halten. Weit gefehlt. Südafrika ist landschaftlich ein traumhaftes Reiseland und ja, auch Golf sollte man dort unbedingt einplanen, denn – zumindest auf den Plätzen, auf denen wir gespielt haben – es ist ein Erlebnis für Golferherz und Seele. Die Anlagen sind nicht einfach nur schön, sondern zum Teil schlicht „breathtaking“. Allen voran Pinnacle Point. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in meinem Leben nochmal einen Golfplatz spielen werde, der landschaftlich schöner ist, als dieser. Aber auch die anderen Plätze hatten alle ihren Charme,  wenn sie auch Pinnacle Point nicht das Wasser reichen konnten (im wahrsten Sinne des Wortes).

Pinnacle Point Golfcourse

Für mich einer der schönsten Plätze: Pinnacle Point

Keine Sorge, ich  werde in den nächsten Wochen jeden Platz auch nochmal detaillierter mit zahlreichen Fotos vorstellen.

Allerdings ist diese Einschätzung natürlich subjektiv. Ich war nach meiner Rückkehr überrascht zu hören, dass es Leute gibt, die Pinnacle Point in Zukunft meiden werden. Denn man muss dazu sagen, er ist landschaftlich zwar unschlagbar, aber er ist auch nicht einfach. Es gibt zahlreiche Schluchten, die es zu überwinden gilt, bei denen auch mal locker 160 Meter carry vom Tee gefordert sind (Männer). Wer also nicht zu den Longhittern zählt und nicht bereit ist, für unfassbare Views zahlreiche Bälle der Natur zu überlassen oder seinen persönlichen Score nicht allzu ernst zu nehmen, der wird dort eher nicht glücklich.

An diesem Punkt kommt dann auch die eigene Ausrüstung ins Spiel: Natürlich ist es deutlich einfacher mit den eigenen Schlägern zu spielen. Insbesondere, wenn man vom Standard abweichende Schläger zu Hause hat, ist es dann doch etwas schade, wenn man auf diesen Golfplätzen mit den Schlägern zu kämpfen hat. Aber auch ohne guten Score lassen sich diese Plätze einfach nur genießen. Mit guten Schlägen, macht es natürlich noch mehr Spaß. Man sollte sich also genau überlegen, ob man seine eigene Ausrüstung mit einpackt (kleiner Tipp am Rande: fliegt man mit Turkish Airlines, ist die Mitnahme von Golfgepäck kostenfrei).

Auch wenn wir immer empfehlen würden, in Südafrika nicht nur Golf zu spielen (White Shark Diving ist beispielsweise eine ganz nette Alternative ;)), ist Südafrika auch abgesehen von den 5 oben  genannten Plätzen ein  Paradies für Golfer. Es gibt in Kapstadt und an der Gardenroute zahlreiche Golfplätze, die mit einem kleinen Greenfee-Preis locken und sehr schön und gepflegt sind. Großer Vorteil ist zudem die geringe Zeitverschiebung (1 Stunde), die das Reisen noch angenehmer macht.

Fazit unserer Reise ist also:

  1. Südafrika ist ein Paradies für Golfer
  2. Pinnacle Point ist Pflicht, wenn man in Südafrika Golf spielt (hier lohnt sich sogar eine mehrstündige Fahrt)
  3. Auch wenn die Befriedigung der Golfsucht im Vordergrund steht, bitte nicht den Fehler machen und den ganzen Urlaub golferisch verplanen. Südafrika ist ein wunderschönes Land, das auch ohne Golf auf jeder Reiseliste stehen sollte

 

P.S.:
Ich möchte es nicht versäumen, hier dennoch auch kurz auf die gesellschaftliche Situation in Südafrika einzugehen. Zunächst muss ich sagen, dass wir uns in den Gegenden, in denen wir uns bewegt haben, zu keiner Zeit bedroht gefühlt haben. Wir hatten nie das Gefühl verfolgt oder gleich ausgeraubt zu werden. Wir haben uns immer wohl gefühlt. Dennoch hinterlässt es natürlich ein mulmiges Gefühl, wenn man auf dem Weg nach Kapstadt kilometerlang an den klassischen Townships vorbeifährt. Und wir selber waren nicht in einem Lokal, auf einem Platz oder in einer Unterkunft, in der ein Schwarzer (oder wie auch immer man das heute politisch korrekt ausdrückt) der Boss war. Das ist derzeit (noch) die Realität. Mich hat es traurig gestimmt, dass ein so wunderschönes Land mit so vielen Möglichkeiten, nicht in der Lage ist, diese Herausforderungen in den Griff zu bekommen. Ich denke, dass es dem Land nur helfen kann, wenn man es trotz allem bereist, so dass es sich für die Einwohner alleine aufgrund des Tourismus lohnt, die Stabilität im Land zu erhalten. Letztlich muss das aber natürlich jeder für sich persönlich entscheiden. Mir bleibt nur zu wünschen, dass es Südafrika schafft, die gesellschaftlichen Differenzen zu überwinden, sich selbst klar zu werden, welcher Schatz ihnen zu Füßen liegt und es uns weiterhin zu ermöglich, diesen Schatz sicher und frei zu entdecken.

 

 

Florida – das Golf Mekka schlechthin?

Schnee?!? Braucht jetzt kein Mensch mehr … da hilft nur in Gedanken zu den wärmeren Gefilden dieser Erde abzudriften, beispielsweise ins Golferparadies Florida. Ich glaube ich kenne kaum Golfer, die noch nicht in Florida Golf gespielt haben. Bis vor zwei Jahren gehörte ich noch zu dieser aussterbenden Spezies. Generell kein USA-Freund, hatte ich mich bis dato bei der zahlreichen Auswahl anderer Reiseziele gesträubt dort meinen großen Jahresurlaub zu verbringen. Da aber einige aus unserem Golfclub eigentlich kaum noch woanders Urlaub machen, als in Florida, hatten wir das Gefühl: Da müssen wir auch mal hin. Und dann gab es auch noch super günstige Flüge. Also nutzten wir die Gelegenheit.

Mal abgesehen von ein paar Startschwierigkeiten, die hier jetzt nicht der Rede Wert sind, erreichten wir dann im November die Westküste Floridas – genauer gesagt die Gegend um Siesta Key. 2 Wochen lang wollten wir die Sonne am Meer und im Pool genießen, hin und wieder traumhafte, gut gepflegte Golfplätze spielen und uns richtig schön erholen. Um es kurz zu machen: Es hat nicht ganz so gut geklappt. Vielleicht lag es an den überschwänglichen Versprechungen, die uns vorab gemacht wurden („Das wird Euch super gut gefallen!“, „Das ist wie im Paradies“, etc.). Wir waren jedenfalls enttäuscht.

Häuser am Rande eines Golflochs

Häuser rund um den Golfplatz

Gut, wir hatten auch Pech mit dem Wetter (morgens 3 Grad), aber daran lag es nicht nur. Mal abgesehen davon, dass man dort – gerade bei Nicht-Bade-Wetter – nicht viel anderes machen kann als Golfspielen, war auch das nicht unbedingt gerade überwältigend. Alle, wirklich alle Golfplätze befinden sich in einer Community. Das bedeutet: an nahezu jedem Loch sind drumherum Häuser. Das hat mit Natur wirklich nicht allzu viel zu tun.

Alligator im Schilf

Alligator auf dem Golfplatz

Die Pflegezustände waren jetzt auch nicht besonders hervorzuheben und das ewige Cart-Fahren – nun ja, kann man mögen, muss man nicht. Positiv zu vermerken sind allerdings die Preise und die Gesellschaft des ein oder anderen Alligators.

Der einzige Platz, der uns trotz Community wirklich gut gefallen hat, insbesondere weil bei ein paar Löchern immerhin keine Häuser zu sehen sind, ist der Riverwood Golf Club in der Nähe von Port Charlotte.

Golfer nach Abschlag über See

Golfen in Riverwood

Ansonsten muss ich leider sagen: Wer den amerikanischen Lebensstil mag wird hier sicher super glücklich. Wer aber lieber natürlichere Golfplätze spielt, nicht auf Übergroß steht, auch Kultur als Teil der Reise einplanen möchte und vor allem auch gerne zu Fuß geht (nicht nur auf dem Golfplatz), der kann auf anderen Flecken dieser Erde glücklicher werden. Ich persönlich würde da lieber Südafrika empfehlen oder wenn ausschließlich Golf im Mittelpunkt steht eine Reise nach Belek bevorzugen. Da bekommt man dann im Hotel wenigstens alles nachgetragen. Nicht falsch verstehen, es war schon ganz nett und wenn man mit mehreren Leuten oder einer großen Familie zusammen dort hin reist und sich ein schönes Häuschen mietet, ist es sicher richtig nett und auch recht günstig, aber es ist aus meiner Sicht eben kein Traumurlaub.

Wie gesagt, dies ist meine ganz persönliche Meinung auf der Basis von einer Reise. Viele sehen das gänzlich anders, aber vielleicht kann ich mit diesem Beitrag dem ein oder anderen Unentschlossenen doch auch bei der Entscheidungsfindung behilflich sein.

Andere Erfahrungen oder weitere Reisealternativen immer gerne in den Kommentaren posten!

Wüstengolf 2 – Mit dem Driver vom Fairway

Wir bleiben in Namibia und bewegen uns von Skwakopmund aus nur ein paar Kilometer Richtung Süden an der Küste entlang und erreichen Walvis Bay. Ein Hafenort mit einer tollen Bucht, in der man wunderbar Kanufahren und dabei mit Robben und Delfinen spielen kann. Aber das ist ein anderes Thema.

Der Golfclub von Walvis Bay zeichnet sich durch eines ganz besonders aus: Sand! Steht man am ersten Abschlag, fragt man sich, was das hier eigentlich mit „normalem“ Golf zu tun hat und stellt sich schon auf eine Cross Golf Runde ein. Aber weit gefehlt. Denn schaut man genauer hin, erkennt man einen grünen Fleck: das Grün! Das einzig Grüne auf dem Golfplatz sind hier von ein paar Flecken rund um die Bunker (ja, nicht zu fassen, es gibt hier dann trotzdem auch Bunker) nämlich die Abschläge und die Grüns.

Quelle: Facebook-Seite des Golfclubs Walvis Bay

Quelle: Facebook-Seite des Golfclubs Walvis Bay

Aber wie soll das dann ablaufen? Man kann doch aus dem Sand nur schwer einen „normalen“ Schlag machen, insbesondere wenn da am Tag zig Leute durchlaufen. Ganz einfach: kleine weiße Pfähle rechts und links der Bahn markieren das Fairway. Liegt man innerhalb des Fairways – und jetzt kommt der Clou – darf man aufteen! Im „Rough“ muss man den Ball dann spielen, wie er liegt.

Quelle: Facebook-Seite des Golfclub Walvis Bay

Quelle: Facebook-Seite des Golfclub Walvis Bay

Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach einer gewissen Zeit, will man überhaupt nie wieder ohne Aufteen-auf-dem-Fairway spielen, wenn man die Bälle immer mit dem Driver schön weit kloppen kann.

Das scheint auch vielen anderen Spaß zu machen, wie die zahlreichen Bilder von Veranstaltungen auf der Facebook-Seite des Clubs zeigen.

Dieser Golfplatz ist wirklich noch mehr Abenteuer, als der in Swakopmund. Und Walvis Bay ist jetzt auch nicht unbedingt ein Ferienort, den man auf dem Zettel hat. Aber da er auf dem Weg von Swakopmund nach Sossusvlei liegt, kann man als Golfbegeisterter auch hier einen kleinen Abstecher machen. Und stellen Sie sich mal vor, was Sie dann zuhause erzählen können: Ich kann Driver vom Fairway!

Wüstengolf 1 – Geh weg, Springbok!

Obwohl es für November noch relativ gutes Golfwetter ist und man meist noch auf Sommergrüns spielen kann, lohnt es sich so langsam mal die im Winter wärmeren Gefilde zu betrachten. Daher möchte ich euch in den nächsten Wochen ein paar Golfplätze „weiter weg“ vorstellen, die ich in den letzten Jahren kennen lernen durfte. Ich beginne heute mal mit einem Golfclub in Namibia: Rossmund Golfclub Swakopmund.

Golfreiseland Namibia?

Zugegeben: Namibia ist kein Gofreiseland. Nichtsdestotrotz aber eines der schönsten Länder, in die ich je gereist bin. Hier jagt ein Abenteuer das nächste und dazu kann man eben auch das Golfspielen zählen. Kurz zum Ort: Swakopmund liegt am Atlantik ca. 300 km westlich von der Hauptstadt Windhoek entfernt. Aber Swakopmund bietet eben nicht nur Meer sondern liegt sozusagen auch direkt in oder an der Namib, eine der wenigen Küstenwüsten der Erde (die Komibination von  Meer und Wüste macht Swakopmund übrigens zu einem tollen Ort zum Heiraten, aber das ist ein anderes Thema ;)). Daher ist es erstmal schon erstaunlich, dass es hier überhaupt einen Golfplatz gibt.

Die Namib im Hintergrund

Fairway = Springbok-Futter

Möglich macht das der Swakop River. Durch sein Wasser kann kurz vor der Wüste der kleine aber feine Golfplatz unterhalten werden. Das Schöne ist, dass es natürlich nicht nur Golfer in der Nähe einer Wüste an einem Fluss schön finden, auch Springböcke sind natürlich Fans von Wasser und sattem Gras und somit zahlreich auf diesem Platz vertreten. Und das macht ihn eben so besonders.

Mit den Springboks auf dem Platz

Natur als Highlight

Aufgrund des Wassermangels gibt  es hier natürlich keine fantastischen Fairways oder tolle Grüns. Auch die Löcher sind jetzt nicht besonders pfiffig und dazwischen ist auch viel Wüstensand – aber genau diese Kombination aus Grün, Wüste und Tiere ist einen Abstecher wert. Die Springboks sind außerdem an Menschen gewöhnt und man kann ihnen recht nahe kommen. So nahe, dass sie manchmal einfach auch schlicht im Weg sind.

Grün und Wüste – eine besondere Kombination

Fazit

Langer Rede kurzer Sinn – wer in Namibia Urlaub macht und Swakopmund einen Besuch abstattet, der kann ruhig auch ein Ründchen auf diesem Golfplatz drehen. Schläger kann man problemlos und für kleines Geld vor Ort leihen, außer bei Turnieren bekommt man immer eine Startzeit und bei Bedarf stehen auch Caddies zur Verfügung. Und vielleicht gibts zum Abendessen dann ja auch einen selbst geschossenen Springbok 😉

Golfclub Bad Herrenalb

Heute möchte ich mal einen Golfclub vorstellen, den ich gerade zu Beginn meiner Golf“karriere“ häufig gespielt habe und der mir sehr am Herzen liegt. Ich habe ihn jetzt allerdings über ein Jahr nicht mehr gespielt und kann jetzt daher über den aktuellen Zustand des Platzes keine Auskunft geben. Dennoch ist der Platz für Leute die in der Gegend sind, alleine aufgrund seiner schönen Aussichten, einen Abstecher wert.

Die Anlage

Der Golfclub Bad Herrenalb liegt malerisch im Bernbachtal zwischen Pforzheim und Baden Baden mitten im Wald. Entsprechend verfügt die Anlage auch nur über 9 Loch. Auch die Übungsanlagen sind eher klein. Ein Restaurant mit Terrasse bietet einen schönen Ausblick.

Der Platz

Aufgrund der Lage und der Höhenunterschiede der einzelnen Löcher ist der Platz meist nicht in top-Zustand. Aber die Lage der Löcher tröstet über diesen Umstand hinweg. Man hat tolle Ausblicke, die Löcher sind zwar meist relativ kurz aber abwechslungsreich mit Dog-Legs, Schräglagen, Höhenunterschieden und blinden Schlägen. Besonders hervorzuheben sind die Aussichten, die man von den einzelnen Löchern hat. Vom Herrenabschlag von Loch 8 kann man das Grün des Par 3 von Loch 3 sehen – gefühlt in weiter Ferne. Als ich mal mit meinem Papa dort oben stand hab ich zu ihm gesagt: „Wenn Du mir jetzt sagen würdest, dass wir jetzt da hinten hin laufen sollen, dann würde ich dir den Vogel zeigen.“ Wozu ein kleiner weißer Ball einen dann doch so alles bringt. Generell sollte man auch bei guter Kondition sein, denn es geht viel auf und ab auf diesem Platz.

Das Restaurant

Über die Qualität des Restaurants kann ich leider keine aktuelle Auskunft geben. Ein Getränk auf der Terrasse ist aber in jedem Fall aufgrund des schönen Blickes über Platz, Wald und Tal zu empfehlen.

Die Atmosphäre

Aus meiner Sicht zu bemängeln ist die leicht elitäre Atmosphäre, die im Club vorherrscht. Bei Abendveranstaltungen waren beispielsweise Sakko und Krawatte stets Pflicht. Im Clubsekretariat wird man jedoch freundlich empfangen.

Fazit

Der Golflcub Bad Herrenalb gehört sicher nicht zu den „muss man mal gespielt haben“-Plätzen in Deutschland. Wenn man jedoch in der Nähe ist und vor allem auf einem Platz auch die Landschaft genießen möchte, ist der Platz in jedem Fall einen Abstecher wert. Vorteil ist auch, dass man vorab keine Startzeiten buchen muss und somit auch spontan einfach mal vorbeischauen kann.

www.gc-bad-herrenalb.de

Golfen wie der König – in Frankreich

Angestellt sein hat einen Vorteil, man hat geregelte Urlaubszeiten. Als Neu-Selbständige hab ich derzeit leider noch keine Zeit die Golfplätze der Welt zu erobern. Aber glücklicherweise gibt es ja auch andere Golfer, die im Ausland unterwegs sind. Heute möchte ich daher einen Beitrag von Uwe Specht in seinem Blog Golf is easy! zitieren, der dem Golffan den in Lothringen, Frankreich gelegen Golfclub Golf de Bitche ans Herz legt.

Golf de Bitche – Golf auf einer der schönsten Anlagen Frankreichs

Lieben Sie gutes Essen, schöne Landschaften Golf? Dann sollte ihr nächstes Reiseziel Frankreich sein. Die Gourmetküchen und die unterschiedlichen Naturszenerien vom nördlichen Paris bis an die Cote D`Azur sind Ihnen wahrscheinlich schon zumindest vom Hörensagen bekannt. Dann machen sie sich jetzt auf diese in Wahrheit zu erkunden und dabei die schönsten Golfplätze des Landes zu entdecken. Und diese sind nur einen Katzensprung entfernt.

In der Region Lothringen, mit ihrer aufregenden deutsch-französischen Geschichte, befindet sich die 5326 Einwohner große Gemeinde Bitche und einer der schönsten Golfanlagen des Landes.

Inmitten des Naturparks der Vogesen erhöht auf dem Kindelsberg gelegen, erstreckt sich der 27-Loch Parcours des Golfclubs “Golf de Bitche“. In anmutiger Höhe abseits des Altagsstress erleben sie Golf aus einer neuen Perspektive, Panoramablick auf die Gipfle der Vogesen inklusive. Fernab von Hektik und Massentourismus bietet ein ausgedehntes Golfspiel auf der leicht hügeligen und durch Wasserhindernisse geformten Anlage und das dazugehörige gemütliche 3-Sterne Hotel Le Strasbourg mit 10 individuellen Zimmern Raum für ihren perfekten Golfurlaub. Genießen sie die französische Kultur und Lebensmentalität bei einer traditionellen Delikatesse aus der Gourmetküche des Hotels und werden Sie inmitten einer Weltkulturerbe-Naturregion sportlich aktiv bei einem der traditionsreichsten Sportarten der Welt. Alles was Sie hierzu mitbringen müssen ist eine Handicap von 54 (unter der Woche, am Wochenende und an Feiertagen 34), eine Greenfeegebühr von 40 Euro (am Wochenende und an Feiertagen 56 Euro, für Jugendliche sind die Preise ermäßigt) und ausreichend Entdeckerlust, um Land und Leute kennenzulernen.

So könnten Ihre ersten Ausflugsziele mit den Museen ”Musee de la grande place”, “musee du verre et du cristal” oder dem “musee du sabotier” kultureller Natur sein und Sie mitnehmen auf eine Reise durch die das Handwerk der Glasbläserkunst oder auf Erkundungstour der Geschichte der Holzpantoffeln. Auch die Hochburg aus dem 17. Jahrhundert der Gemeinde Bitche, die “citadelle” und der Garten “Jardin de la paix” am Fuße der Burg sind einen Besuch wert. Im Spannungsfeld zwischen Frieden und Krieg führt sie der Garten durch seine vielschichtige Fauna. Passend zum Thema entdecken sie auf 54 Hektar den Simershof, ein Artilleriewerks der französischen Maginot-Linie sowie “le fort casso”.
Wie ihre Reise dann weiter geht, das entscheiden sie selbst.

Golfclub Motzen (bei Berlin)

Das Grün von C 9

Das Grün von C 9

Die letzten beiden Wochenenden hatte ich das Vergnügen, den Berliner Golf & Country Club Motzener See e.V. gleich dreimal spielen zu dürfen. Da dieser Platz zu einem meiner Lieblingsplätze in Berlin und Brandenburg zählt, möchte ich ihn heute hier genauer vorstellen.

Die Anlage

Bis Anfang 2013 bestand der Golfclub Motzen  noch aus einer „normalen“ 18 Loch-Anlage. Da er unweit des BER Flughafens angesiedelt ist, wurden zusätzliche 9 Loch gebaut, um Flugreisende für einen Abstecher auf den Golfplatz zu gewinnen (der BER ist hier eine eigene Geschichte, auf die ich besser nicht weiter eingehe). Somit gibt es jetzt 27 Löcher, sowie einen 9-Loch-Kurzplatz. Übungsmöglichkeiten sind auch reichlich vorhanden. Ein Restaurant mit großer Terrasse lädt zum Verweilen nach der Runde ein. Der Berliner Golf- und Countryclub Motzener See e.V. gehört zu den Leading Courses in Deutschland.

Der Platz

Die 27-Loch-Anlage ist in drei Courses eingeteilt: A – die ursprünglichen ersten 9 Loch, B – die 10, 11, 14, 15 der ursprünglichen Anlage plus 5 neue Löcher sowie C – Löcher 12, 13, 16, 17, 18 der alten Anlage ergänzt durch 4 neue Golflöcher. Der alte Platz galt bei meinen Freunden und Bekannten immer als einer der schönsten in Berlin, über die neuen Löcher gehen die Meinungen aber deutlich auseinander. Währen die meisten Bahnen des ursprünglichen Platzes „offen“ sind, sind die neuen Löcher in den Wald hineingebaut und haben somit einen ganz eigenen Charme, den man nun mögen kann oder nicht. Ich persönlich finde die neuen Löcher ganz schön, aber aus meiner Sicht werten sie jetzt den Platz im Vergleich zu vorher nicht entscheidend auf. Was derzeit noch sehr störend ist, ist die unterschiedliche Geschwindigkeit der Grüns. Interessanterweise sind die neuen Grüns deutlich schneller und auch ondulierter als die Grüns der ursprünglichen Löcher.
Generell sind die Bahnen sehr abwechslungsreich. Wasser, Bunkerlandschaften, Doglegs, Rough, alles kommt ins Spiel, ohne dass man eines der Hindernisse überdrüssig wird – abgesehen vielleicht vom Rough, denn das ist sehr dick, Bälle sind nicht leicht zu finden und falls doch, dann ist es häufig schwer rauszuspielen. Ein Schlagverlust ist meist vorprogrammiert.

Wenn man einen guten Tag erwischt, lässt sich hier schnell mal eine wirklich gute Runde spielen. Für den Fall eines nicht ganz so guten Tages, sollte man allerdings auch den ein oder anderen Ball mehr in der Tasche haben.

Das Restaurant

Das Essen im Restaurant ist abwechslungsreich und lecker. Die Speisekarte bietet auch eine Auswahl an unterschiedlichen Frühstücksangeboten. Sehr schön finde ich persönlich, dass die meisten Softgetränke den Damen mit Karaffe und Weinglas serviert werden. Da schmeckt die Saftschorle danach doch gleich noch besser 🙂 Auf der Terrasse sitzt man im Übrigen gemütlich und hat einen schönen Blick – leider aber nicht wirklich auf eine der Spielbahnen.

Die Atmosphäre

Im Golfclub Motzen kann man sich wunderbar wohlfühlen. Platz und Umgebung sind sehr schön (nahe gelegen übrigens auch der Motzener See, der noch zu einer erfrischenden Schwimmrunde nach dem Spiel animiert). Die Leute vor Ort sind sehr freundlich und die Atmosphäre ist eher sportlich locker als elitär.

Fazit

Der Berliner Golf & Country Club Motzener See e.V. gehört zu meinen persönlichen Favoriten in Berlin und Brandenburg. Der Platz ist meist in sehr gutem Pflegezustand, die Löcher sind alle abwechslungsreich und haben ihre eigenen Herausforderungen. Die Atmosphäre ist angenehm sportlich und freundlich. Wer in Berlin und Umgebung Golf spielen möchte, dem kann ich eine Runde im Golfclub Motzen nur ans Herz legen.

Weitere Infos: www.golfclubmotzen.de

Golf Club Dresden Ullersdorf

Golf Club Dresden Ullersdorf

Blick vom 17. Grün zum Abschlag

Die Vorstellung der Golfclubs möchte ich zukünftig doch etwas anders gestalten. Ich werde Empfehlungen hier veröffentlichen und das Ganze auch etwas persönlicher schreiben. Die ersten beiden vorgestellten Golfclubs kenne ich sehr gut, daher konnte ich da ein genaues Bild zeichnen. Andere Golfclubs spielt man ja meist nur wenige Male im Jahr. Daher ist es immer nur eine Momentaufnahme, die ich aber trotzdem gerne hier veröffentlichen möchte. Wir fangen an mit dem Golf Club Dresden Ullersdorf, den ich vor einigen Wochen im Rahmen der Kramski Deutsche Golfliga spielen durfte.

Die Anlage

Der Golfclub verfügt über einen 18 Lochplatz mit italienischem Restaurant und einer kleineren Übungsanlage. Das Restaurant verfügt über eine großzügige Terrasse, von der aus man aber leider nicht den Platz einsehen kann.

Der Platz

Mir hat das Spielen auf diesem Platz sehr viel Spaß bereitet. Jedes Loch hat seine eigenen Herausforderungen. Man kann nie einen „Susi-Sorglos-Schlag“ machen, sondern es ist höchste Konzentration bei jedem Schlag gefordert. Die Bahnen sind zudem sehr unterschiedlich, mit Wasser, Doglegs, bergauf, bergab – es wird nie langweilig. Die Grüns waren an unserem Spieltag in guter Verfassung. Sie sind leicht onduliert, treu und ließen sich so gut putten.

Das Restaurant

Das italienische Restaurant ist ein Familienunternehmen und das merkt man. Das Personal unterhält sich untereinander auf italienisch und es ist das typische italienische Temperament zu spüren. Alle sind freundlich und herzlich und das Essen ist auch sehr lecker. Ein Ort zum Wohlfühlen. Ein praktisches Beispiel dazu: Wir wollten nach unserer Runde unbedingt noch eine Pizza essen. Der Chef hatte uns allerdings gewarnt, dass aufgrund der vielen Mannschaften vor Ort (die Herren haben auch gespielt) es eine Weile dauern kann und Nudeln schneller gingen, aber wir wollten auf die leckere Pizza nicht verzichten. Dann mussten wir tatsächlich auch ziemlich lange warten, aber der Chef hat sich zig Mal entschuldigt und uns am Ende noch einen Cocktail aufs Haus spendiert und ein Ründchen mit uns geplauscht.

Die  Atmosphäre

Wir haben uns alle sehr wohl gefühlt vor Ort. Die Leute im Restaurant und an der Rezeption sind sehr nett, von Mitgliedern wird man freundlich gegrüßt und die Atmosphäre ist eher sportlich, als schick.

Fazit

Aus meiner Sicht ist eine Runde im Golf Club Dresden Ullersdorf sehr zu empfehlen. Der Platz ist schön, abwechslungsreich und anspruchsvoll. Die Menschen sind nett und freundlich und das Restaurant lädt zum Verweilen nach der Runde ein.