Spektakel Matchplay

In Austin, Texas duelliert sich derzeit die Welt-Elite des Golf und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Dort findet noch bis Sonntag das World Golf Championships-Dell Matchplay statt, das einzige WGC, das nicht als Zählspiel ausgetragen wird. Hier geht es Mann gegen Mann.

Ich freue mich jedes Jahr auf dieses Turnier und verfolge es so gut es geht live im Fernsehen. Denn im Gegensatz zu den anderen Turnieren, bei denen ich persönlich die ersten beiden Tage meistens eher etwas langweilig finde, geht es hier vom ersten Spieltag an gleich richtig los. Es macht sogar zu Beginn des Turniers noch mehr Spaß einzuschalten, da hier Schlag auf Schlag Entscheidungen zu sehen sind. In diesem Spielmodus zeigt sich, wer wirkliche Nervenstärke besitzt. Selten werden in einem Turnier so viele kurze Putts vorbei geschoben, wie hier. Auch sieht man viel mehr außergewöhnliche Recovery-Versuche, da eben nicht jeder Schlag zählt, sondern nur der Lochgewinn. Am Besten finde ich daran jedoch, dass einem live vor Augen geführt wird, dass man nie aufgeben darf, dass man immer noch eine Chance

Das tollste Match, das ich da je gesehen habe, war Victor Dubuisson vs. Jason Day im Finale vor zwei Jahren. Dubuisson lag zwei Löcher zurück bei noch zwei zu spielenden Löcher und zwang Day noch in die Verlängerung. Im weiteren Verlauf waren sich Zuschauer und Reporter zwei Mal ziemlich sicher, dass Day nun die Nase vorne haben würde, nachdem der Franzose seine Schläge in die Kakteen verzog. Doch zwei Mal rettete er sich mit undenkbaren, eigentlich sogar unmöglichen Schlägen. Es war beeindruckend. Bewundernswert aber auch Jason Day, der sich davon nicht beirren ließ und letztlich dann doch den Sieg für sich verbuchen konnte.

In einem Ryder Cup Jahr ist dieses Turnier natürlich noch interessanter, gewährt es doch einen ersten Einblick in die aktuelle Stärke der Europäer und US Amerikaner. Ist es sonst z.T. verständlich, dass Golf nicht im Free-TV übertragen wird, gilt dies für Matchplay-Turniere nicht. Dies ist auch für jeden Nicht-Golfer, ohne dass er Ahnung von Pars, Birdies oder Bogeys haben muss, verständlich. Es gewinnt der das Loch, der weniger Schläge benötigt. Schluss aus. Mit der Übertragen eines solchen Turniers könnte es auch gelingen, mehr Fans für diesen tollen Sport zu gewinnen, so dass es uns dann vielleicht doch mal gelingt, den Ryder Cup nach Deutschland zu holen. Wobei wir uns aktuell ja leider schon freuen können, wenn überhaupt der Ryder Cup im Free-TV zu sehen ist.

Wer Sky Sport zu Hause hat, dem kann ich auf jeden Fall nur empfehlen, ab 21 Uhr heute und die nächsten Abende einzuschalten. Gerader wer sonst Golf eher langweilig findet, wird hier sicher eher auf seine Kosten kommen. Auch wenn nach der desaströßen 8&6-Niederlage von Martin Kaymer voraussichtlich kein Deutscher mehr in der Hauptrunde dabei sein wird. Einschalten lohnt sich!

Durchspielen lassen!

Golfer liegt am Abschlag

Auf dem Platz warten zu müssen, kann sehr ermüdend sein.

Golfer sind in ihrer Art sehr unterschiedlich. Manche spielen ambitioniert, andere freuen sich einfach auf die Natur und das „Draußensein“ und wieder andere favorisieren den Plausch mit den Flight-Partnern. Aber gleich aus welchem Grund man sich auf den Golfplatz begibt, es gilt die Regel: zügig spielen! Hiermit ist nicht gemeint, dass man über den Golfplatz hetzen muss. Zügiges Spiel bedeutet viel mehr, dass man zeitnah zu seinem Ball geht wenn man dran ist, dass man die Tasche auf dem Weg zum nächsten Loch abstellt, dass man sich auf seinen nächsten Schlag vorbereitet, während der andere gerade den Ball schlägt, dass man, wenn man die Ehre hat, den Score erst einträgt, nachdem man abgeschlagen hat, usw.

Jetzt sagen sicher manche: Das ist aber mein Hobby und das mache ich zum Zeitvertreib und zum Vergnügen, da will ich nicht an tausend dieser Dinge denken müssen oder will lieber auf dem Weg zum Ball mit meinem Flight-Partner quatschen. Oder wieder andere sind eben einfach langsamer, weil sie mehr Schläge benötigen oder eine besonders ausführliche Routine haben. Auch ok, aber dann gilt ganz klar: Durchspielen lassen!! So sind hinterher alle glücklich, der schneller Spielende durfte „vorbei“ und die langsamer Spielenden konnten sich so viel Zeit lassen wie sie wollen.

Durchspielen lassen ist dabei keineswegs eine Forderung der schnelleren Spieler, sondern gehört schlicht zur Etikette auf dem Golfplatz. Denn jeder der unterschiedlichen Golfer-Typen auf dem Platz hat eine Daseinsberechtigung, die es zu akzeptieren gilt.

 

Der Hitze trotzen

Sonniger Golfplatz

Nutzen Sie jedes Fleckchen Schatten

Am Wochenende soll endlich der Hochsommer kommen: Hitzewelle über Deutschland. Höchste Zeit, unseren Artikel zum Thema „Gut Golfen bei Hitze“ noch einmal aufzuwärmen (ich habe wirklich lange an diesem Wortspiel gearbeitet ;)). Wobei es hier natürlich nicht nur darum gehen soll, gut zu spielen sondern vor allem auch, gesund und munter über die Runde zu kommen.

Kurz ist nicht zwangsläufig sinnvoll

Natürlich neigt man dazu, bei Hitze möglichst wenig anzuziehen. Das muss aber nicht zwangsläufig besser sein, denn die Sonne brennt ganz schön auf der Haut und bei einer 5 Stunden Runde ist sie auch bei guter Sonnencreme den Strahlen intensiv ausgesetzt. Droht sogar ein Sonnenbrand, ist der Körper dadurch natürlich geschwächt. Daher kann es durchaus sinnvoll sein, eine lange, dünne, luftige Hose anzuziehen, um die Haut nicht der direkten Strahlung auszusetzen. Auch bei T-Shirts empfiehlt sich aufgrund dessen eher eines mit Ärmeln, als die Schultern der prallen Sonne auszusetzen.

Mütze ist Pflicht

Ja, natürlich sieht nicht jeder mit einer Basecap „fesch“ aus. Insbesondere wenn man sie nach der Runde abnimmt. Aber bei starker Sonneneinstrahlung ist sie Pflicht, um einen kühlen Kopf zu bewahren – in der Hitze ist es ohnehin schwierig frisch auszusehen, da kommt es auf die Mütze vielleicht auch nicht mehr an 😉

Jedes Fleckchen Schatten nutzen

Wenn man am Abschlag darauf wartet, dass der Vorderflight Gas gibt, stellt man sich häufig automatisch in den Schatten. Aber man kann auch unterwegs nochmal besonderes Augenmerk darauf legen: etwas weiter hinten, rechts oder links warten, wenn der andere schlägt oder den Laufweg so wählen, dass er möglichst im Schatten liegt. Ohne Bäume auf dem Platz ist das natürlich schwierig. Hier kann man beim Warten versuchen, den Schatten des Trolleys oder kleinerer Büsche zu nutzen (ok, auf den Boden möchte sich nicht jeder gerne setzen, aber bei Hitze tut ein kleines Sitzpäuschen ja vielleicht auch mal ganz gut).

Bestes Accessoire: eine kleine Kühltasche

Völlig klar, das Wichtigste ist: trinken, trinken, trinken, trinken. Und zwar nicht erst wenn man Durst hat, sondern permanent. Da die Getränke in der Golftasche häufig jedoch schnell warm werden, empfiehlt sich eine kleine Kühltasche. Die kann man bei vielen Trolleys direkt unter die Golftasche auf die Trolleystangen stellen oder man hängt Sie einfach über den Griff oder das Bag. Darin lassen sich wunderbar kleine Getränke aufbewahren, Nachschub gibt’s dann beim mobilen Getränkeservice, den bei solchen Temperaturen hoffentlich jeder Golfclub anbietet (Achtung: Kalte Getränke langsam trinken!). Ideal ist die Tasche natürlich auch, um Snacks darin zu verstauen. Aber das Beste: nehmen Sie sich darin ein bis zwei nasse kleine Handtücher mit. Damit kann man sich immer mal wieder zwischendurch eine kleine Erfrischung gönnen.

Ablenken

Da ihr Kopf wegen der Sonne schon raucht, entspannen Sie ihn durch möglichst leichte Aktivität. Denken Sie erst dann über den nächsten Schlag nach, wenn Sie dran sind und grübeln Sie nicht schon vorher, was Sie jetzt als nächstes tun. Lassen Sie Ihre Gedanken zwischendrin also ruhig abschweifen.

Und zu guter letzt: Nicht über die Hitze ärgern, sondern sich freuen, dass der Sommer endlich da ist 🙂

Machs im Bunker wie auf der Toilette

golfspieler harkt im Bunker

Harken im Bunker ist Ehrensache

Als erstes Thema zum Themenblock „Etikette“ habe ich mir das Harken des Bunkers ausgesucht. Bestimmt hat jeder es schon mal erlebt: Man kommt in einen Bunker und der Ball liegt genau in einer Fußspur oder hinter einem kleinen Sandhügel – also einfach schlecht spielbar, weil ein Vorgänger nicht vernünftig geharkt hat. In letzter Zeit kommt es mir vor, als wäre das gar Mode geworden. Frei nach dem Motto: Ich werde heute ja nicht mehr in diesen Bunker spielen, also warum sollte ich den jetzt vernünftig harken?! Häufig ist es sogar nicht mal nur so, dass einfach nicht ganz vernünftig geharkt wurde, sondern so gut wie gar nicht. Einmal kurz alibimäßig mit der Harke drüber gefahren und schon ist die Sache erledigt.

Im Bunker gilt stets: spielen wie er liegt

Aber es kommen in der Regel noch zahlreiche Spieler hinter einem. Und man selber weiß doch auch, dass man wirklich not amused ist, wenn man in einer Fußspur landet. Denn es gibt hier keine Regel (zumindest keine offizielle), die einem erlaubt aufgrund einer Fußspur oder ähnlichem den Ball im Bunker besser zu legen oder einen Free-Drop in Anspruch zu nehmen.

Einfach auch an die anderen Spieler denken

Bringen wir es mal auf den Punkt: Einen Bunker nicht vernünftig zu harken ist sportlich unfair und schlicht egoistisch. Gerade in einem Turnier kann es einen nachfolgenden Spieler einen Schlag oder gar mehr kosten, wenn sein Ball in einem nicht vernünftig geharkten Bereich im Bunker landet. Aber auch in einer Privatrunde möchte man solche Lagen nicht haben.

Die öffentliche Toiletten-Regel

Also beim nächsten Bunker-Besuch einfach mal die öffentliche Toiletten-Regel mitnehmen: Hinterlasse den Ort so, wie Du ihn selbst vorfinden möchtest. Das bedeutet: harke solange, bis ein nachfolgender Spieler keine Schwierigkeiten mehr bekommt, wenn sein Ball in dem von Dir geharkten Bereich landet.

DANKE!!

Aus Liebe zum Matchplay

Kommendes Wochenende steht der nächste Tag der Kramski Deutschen Golf Liga an. Doch auch in diesem Jahr denke ich immer noch wehmütig an die Matchplay*-Spiele zurück.  Es ist einfach ganz was anderes Mann gegen Mann (oder Frau gegen Frau) ein Match zu bestreiten, als seine eigenen Schläge vor sich hin zu zählen. Beim Matchplay spielt es keine Rolle, wie viele Schläge man braucht. Es ist nur wichtig, dass man möglichst oft weniger als der Gegner braucht. Die Psyche oder mentale Stärke hat hier natürlich eine ganz andere Bedeutung als beim ganz gewöhnlichen Zählspiel. Ganz schnell kann da auch mal einer mit dem vermeintlich deutlich schlechteren Hcp einen Sieg einfahren. Abgesehen davon ist es für Zuschauer natürlich auch viel spannender so ein Match zu verfolgen.

Ich mag hier jetzt nicht diskutieren, ob die Entscheidung des DGV in Bezug auf die Spielform gut oder schlecht war. Mir persönlich fehlt das Matchplay jedoch und ich bin froh, dass sich der GVBB (Golfverband Berlin-Brandenburg) in Bezug auf die Mannschaftsmeisterschaften wieder für diese Spielform entschieden hat. Ansonsten gibt es ja leider nur sehr wenige Turniere als Matchplay.

denigo Poloshirts

Der Preis für die Gewinner: ein denigo Cross Design Shirt

Daher finde ich es besonders toll, dass der Matchplay-Cup (www.matchplay-cup.de) ins Leben gerufen wurde, an dem jeder Golfer deutschlandweit teilnehmen kann. Entsprechend habe ich natürlich auch sofort „ja“ gesagt, als man uns gefragt hat, ob wir den Cup unterstützen möchten. Wir sind also nun stolzer Partner des Matchplay-Cups. Für alle Fans des Matchplays gilt jetzt folglich: einfach informieren, anmelden und mitmachen. Und zu gewinnen gibt es unter anderem natürlich auch denigo Cross Design Shirts 🙂

 

*zur Info: Beim Matchplay oder auch Lochwettspiel spielt man 18 Loch gegen einen anderen Golfer um jedes einzelnen Loch. Derjenige, der an einem Loch weniger Schläge benötigt, gewinnt das Loch. Wer am Ende die meisten Löcher gewonnen hat, geht als Sieger aus der Partie hervor.

Ein Hoch auf die Etikette

Aufgrund jüngster Erfahrungen auf dem Golfplatz habe ich das tiefe Bedürfnis eine kleine Serie zum Thema Etikette zu starten. Die Etikette ist vermutlich eines der Wörter, die von den „Gegnern“ des Golfsports nur mit hochgezogenen Augenbrauen in den Mund genommen werden. Zum Teil auch verständlich, liest man sich beispielsweise die Definition auf Wikipedia durch: „Die Etikette (vom französischen étiquette), auch Benimmregeln genannt, ist ein Verhaltensregelwerk, welche sich auf zeitgenössische traditionelle Normen beruft und das die Erwartungen an das Sozialverhalten innerhalb gewisser sozialer Kreise beschreibt.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Etikette)

Diese Definition passt natürlich in das typische Gesamtbild des Golfers: Reich, elitär und dann haben die auch noch eigene „Verhaltensregeln“ innerhalb ihres „sozialen Kreises“. So ist es nicht verwunderlich, dass der ein oder andere Neu-Golfer meint, sich dieser nicht anpassen zu müssen, so spielt er doch aus Spaß am Sport und nicht aufgrund von elitärem Geltungsbedürfnis.

Daher ist es an der Zeit, sich die Etikette des Golfers noch einmal genau anzusehen. Denn es finden sich hier ausschließlich Regeln, die dabei helfen sollen, dass jeder Freude und Spaß auf dem Golfplatz hat. Sie sollen das miteinander der tausenden von Menschen, die weltweit zum Schläger greifen, vereinfachen.

Die Golferetikette beschreibt genauer gesagt die folgenden Bereiche:

  • Rücksicht auf andere Spieler
  • Spieltempo und Vorrecht auf dem Golfplatz
  • Schonung des Golfplatzes

Man erkennt hier schnell, dass sich dahinter keinesfalls irgendwelche elitären Regeln verbergen. Daher sollte jeder Golfer aus eigenem Interesse diese Regeln befolgen. Denn wenn sich zukünftig keiner mehr daran hält, haben wir alle keine Freude mehr auf unseren Plätzen. Und spielen damit genau den elitären Leuten in die Karten, die der Meinung sind, dass Golf nicht für Jedermann zugänglich sein sollte.

Darum werden wir in den nächsten Wochen noch auf einzelne Aspekte der Etikette etwas genauer eingehen, obwohl eigentlich mit der ersten Regel „Rücksicht auf andere Spieler“ schon fast alles gesagt ist.

Übrigens ist dieses Regelwerk ausnahmsweise mal nicht typisch deutsch. Die Etikette ist Teil der Rules of Golf die von der R&A Rules Limited und der United States Golf Association entwickelt wurden.

 

Der schönste Sport der Welt

Golfer unterm RegenbogenGut, manch einer mag ob der Überschrift und des folgenden Textes etwas irritiert sein, aber ich denke unsere Stammleser haben da den gleichen Gedanken wie ich. Nein, es geht hier nicht um Matratzensport, sondern um Golf. Und schon liegt ein Klischee auf dem Tisch: Hast Du noch Sex oder spielst Du schon Golf?  Auch wenn es jetzt für viele überraschend kommen mag: Man kann tatsächlich beides haben. Doch ich persönlich mag nur eines von beidem mit dem Begriff „Sport“ belegen, so dass ein Vergleich hier jetzt nicht das Thema ist.

Wer sich jetzt bei Klischee 1 noch nicht aufgehoben gefühlt hat, der kann dann vielleicht jetzt einsteigen. Golf, ein Sport? Ja, Golf ist ein Sport … aber warum das so ist, wäre mal ein gutes Thema für einen anderen Beitrag. Dieser Artikel will sich einem anderen Thema widmen, nämlich warum Golf der schönste Sport der Welt ist. Eigentlich ganz einfach …

1. Golf ist Natur

Raus aus dem Büro-Alltag – rein in die Natur. Tief durchatmen und mehrere Stunden Wald, Gewässer, Berge und Grün genießen, bei der After-Work-Runde vielleicht sogar noch einen schönen Sonnenuntergang. Je nachdem, wo man spielt, ist auch die Tierwelt nicht zu verachten.

2. Golfen kann jeder mit jedem

Egal wie gut oder weniger gut man ist, man kann mit jedem Spieler jeder Spielstärke über den Platz gehen und – wenn man möchte – sich sogar mit ihm battlen. Das Handicap macht es möglich. Welcher andere Sport bietet das?

3. Golf bietet Challenge für den, der möchte

Natürlich ist eines der Ziele des Golfspiels, möglichst wenig Schläge zu brauchen, um die Bälle in die 18 Löcher zu befördern. Aber das muss es nicht sein. Man kann auch einfach die Natur und die Gesellschaft netter Leute genießen und dabei eben ab und an auch mal gegen eine Kugel hauen und sich so mehr und intensiver bewegen und trainieren, als bspw. bei einem Spaziergang. Wer möchte kann aber auch fleißig mitzählen, in jeder Spielstärke Turniere mitspielen und ehrgeizig an die Sache rangehen. Eben jeder wie er mag.

4. Golfen hält gesund

Frische Luft, 4-5 Stunden Bewegung (natürlich ohne Cart), nette Gesellschaft und das Ganze ca. 2-3 Mal die Woche. Da freut sich die Gesundheit.

5. Golf ist altersunabhängig

Ob jung, ob alt – jeder kann in jedem Alter mit dem Golfen beginnen und – wenn der Körper es mit macht – bis ins hohe Alter gut spielen. Schon manch ein Senior hat bei den Profis noch ein „normales“ Turnier gewonnen. Denn auch beim Golfen gilt: Länge ist nicht alles 😉

6. Golf erzieht zur Demut

Der kürzeste Golferwitz: „Ich kanns!“. Golf ist so vielfältig und komplex, dass man von einem auf den anderen Tag, ja sogar manchmal von einem zum nächsten Schlag gefühlt alles wieder vergessen hat. Golf ist stetiges an sich arbeiten und das nicht nur technisch sondern insbesondere auch mental. Gerade noch auf der Range (Übungsgelände) jeden Ball perfekt getroffen und wie der King (oder die Queen) zum Tee 1 marschiert, geht plötzlich 10 Minuten später im Turnier gar nichts mehr. Und auch wenn man nach 3-4 Löchern schon weiß, das wird heute nix mehr, hat man noch 3-4 Stunden vor sich, die es dann möglichst mit einem Lächeln zu bewältigen gilt.

7. Golfen macht süchtig

Warum? Weil es niemandem geben wird, der auch bei einer noch so guten Runde hinterher sagt: jeder Schlag war perfekt. Man hat immer das Gefühl: Das hätte noch besser gehen können. Außerdem gibt es nichts Schöneres, als wenn man einen perfekten Schlag macht. Einen Schlag, denn man sich genauso vorgestellt hat, z.B. ein richtig schön hoher Wedge-Schlag aufs Grün, wenn der Ball zum Tap-in neben der Fahne liegen bleibt. Daran kann man sich tagelang noch erfreuen.

Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, dem kann ich leider auch nicht helfen. Allen anderen empfehle ich die Teilnahme an einem Schnupperkurs im nächstgelegenen Golfplatz. Und wer es dann auch noch bis zur Platzreife schafft, der erhält auch noch eine kleine Belohnung von uns:

Gutschein für Platzreife

Also: Worauf noch warten? Spielen Sie Golf!

Golf ist kein Spaziergang

Wartender Golfer

Langes Warten macht keine Freude

Endlich ist das Wetter beständiger und die Saison hat begonnen. Alle Golfer kriechen aus Ihren Löchern und lechzen nach den ersten sonnigen Runden in diesem Jahr. Entsprechend voll sind bereits jetzt die Plätze. Das ist schön und gut so, denn so soll es sein. Doch zuweilen habe ich den Eindruck, dass der ein oder andere (und gefühlt werden es immer mehr) Golfspielen mit einem Sonntagsspaziergang verwechselt. Golf ist kein netter Plausch-Gang am Wochenende mit 1-3 Freunden. Golf ist ein Sport.

Natürlich soll man sich mit seinen Freunden treffen, um eine Runde zu spielen und dabei auch die Woche Revue passieren lassen. Aber dabei kann man dennoch problemlos zügig zu seinem Ball gehen und vorbereitet sein wenn man an der Reihe ist.

Daher nochmal das Wichtigste für eine zügige Runde in Kürze:

  • zügiges Gehen zwischen den Schlägen
  • wenn möglich: Vorbereitung auf den Schlag während ein anderer Spieler schlägt (Handschuh anziehen, Entfernung messen, ggf. Schläger schon mal auswählen, etc.)
  • die Golftasche am Grün auf dem Weg zum nächsten Abschlag „parken“

Wie sagt man so schön: Ihr Platz ist nicht vor dem nachfolgenden Flight, sondern hinter dem vorhergehenden.

Sicherlich braucht der ein oder andere Flight mal etwas länger, weil vielleicht viele Anfänger im Flight sind oder jemand, der gerne streut. Doch dann gilt insbesondere bei längeren Rough-Such-Eskapaden: den nächsten Flight durchspielen lassen!

Vielleicht denkt jetzt jemand: Hey, das ist mein Hobby, dafür bezahle ich viel Geld und da möchte ich mich nicht hetzen. Denen möchte ich zwei Dinge sagen: Golf ist eben so! Es gehört zum Golfen dazu die oben genannten Regeln einzuhalten. Außerdem bitte nicht vergessen (und ich habe das Gefühl generell ist das ignorieren anderer etwas in Mode gekommen): Sie sind nicht alleine auf dem Platz! Die anderen haben ebenfalls viel Geld bezahlt und möchten gerne ihren Sport in angemessener Art und Weise ausüben.

Einen 4er Flight kann man problemlos in 4,5 Stunden über die Bühne bekommen, doch in vielen Golfclubs muss man 5,5-6 h einplanen, um am Wochenende über die Runde zu kommen. Das sind 1,5 h (!) mehr als nötig. Nicht umsonst wird darüber nachgedacht, Regeln oder die Spielformen zu verändern, um das Spiel zu beschleunigen, so dass auch Menschen mit etwas weniger Zeit die Chance haben, ein Ründchen auf dem Platz zu drehen. Dabei wäre es so einfach, wenn man sich an die oben genannten Regeln halten würde.

Das nächste Mal auf der Runde also vielleicht einfach mal prüfen, ob das Ganze nicht vielleicht auch etwas zu beschleunigen wäre.

Amen Corner @TheMasters live!

Endlich ist es wieder soweit. Die Jagd auf das grüne Jacket im Augusta National Golf Club in Georgia, USA beginnt. Wie auch in den letzten Jahren überträgt Sky alle Spieler im Amen Corner live und kostenfrei (Link zur Live-Übertragung Amen Corner auf Sky: http://www.sky.de/web/cms/de/golf-augusta-national-livestream.jsp). In diesem Jahr promoted Sky dieses Event auch fleißig auf seinen anderen Kanälen, so dass es vielleicht doch auch mal den ein oder anderen Nicht-Golfer vor den Bildschirm ziehen wird.

Aber warum zeigt Sky eigentlich ausgerechnet den „Amen Corner“? Was hat es denn mit dieser „Ecke“ auf sich?

Der Begriff Amen Corner wurde vom amerikanischen Journalisten Herbert Warren Wind „erfunden“. Er bezieht sich auf den 2. Schlag von Bahn 11 (http://www.masters.com/en_US/course/hole11.html), die vollständige Bahn 12 (http://www.masters.com/en_US/course/hole12.html) sowie den 1. und 2. Schlag auf Bahn 13 (http://www.masters.com/en_US/course/hole13.html). 1958 waren diese Löcher entscheidend für den Ausgang des Masters als Arnold Palmer aufgrund einer umstrittenen Regelfrage gewann. Inspiriert wurde der Journalist von den im Baseball und Football bekannten Begriffen „hot-corner“ und „coffin-corner“ sowie einem Jazz-Titel namens „Shouting Amen Corner“. Seit dieser Zeit hat sich der Name für diese 3 Löcher gehalten und ist zu einer Art Mythos geworden.

Diese 3 Löcher haben es aus mehreren Gründen in sich. Zum einen fließt dort der Rae’s Creek, so dass an diesen von Natur aus schweren Löchern die Gefahr den Ball im Wasser zu versenken relativ hoch ist. Zum anderen sind die Löcher von der Topographie her so angelegt, dass der Wind selbst für die Profis sehr schwer einzuschätzen ist. Durch die Höhenunterschiede und die zum Teil sehr hohen Pinienbäume sind die Windverhältnisse am Ball häufig ganz anders als am Ziel.

Alleine aufgrund der Herausforderung für die Spieler lohnt es sich also mal reinzuschauen. Aber auch, weil es einfach aufgrund der Pinien, Azaleen und Büsche drei wirklich schöne Löcher in – wie vom Augusta National Golf Club gewohnt – perfektem Pflegezustand sind.

Also liebe Nicht-Golfer und Golfer ohne Sky … einfach mal in den Live-Stream reinschauen und mitfiebern, wer sich das legendäre grüne Jacket als Sieger in diesem Jahr überziehen darf.

Was glauben Sie, wer gewinnen wird? Und wie schlägt sich Tiger Woods? Wir tippen in diesem Jahr auf die wilden Jungen und werfen mal Jordan Spieth als Sieger in den Raum. Wir dürfen gespannt sein.

Übrigens bieten wir passend dazu unser Cross Design GREEEN Poloshirt mit schräger Knopfleiste während des Masters zu einem Sonderpreis von 29,90 € an: http://www.denigo.de/male/poloshirt/cross/hellgruen-dunkelgruen

Wenn die Nerven mit Dir durchgehen

Mal Hand aufs Herz: Wer hat schon mal einen Schläger im Teich versenkt? Wieder einmal dürfen wir Rory McIlroy dankbar sein. Nicht nur, dass er uns im letzten Jahr gezeigt hat, wie man ganz einfach einen 4-Putt spielt, sondern jetzt demonstriert er auch noch, dass es nur menschlich ist, wenn mit einem die Nerven durchgehen:

Und zack, versenkt ist das Eisen 3. Jetzt kann man sagen: Bei dem gehts ja auch wirklich um was, der steht enorm unter Druck, usw. Blödsinn! Geld hat er in seinem Leben jetzt schon genug verdient, wirklich mit der Spitze hatte er bei diesem Turnier auch nichts zu tun und er steckt ja jetzt auch nicht in einem schlimmen Formtief – da hat er nach dem Wechsel zu einem großen Sportausrüster schon ganz anderes erlebt. Das war reiner, purer Ehrgeiz bzw. die Frustration, wenn es eben mal nicht so läuft wie man es von sich erwartet. Und das passiert jemandem, der vermutlich täglich mit einem Mental-Coach redet und bestimmt schon Millionen Mal geübt hat, nach einem schlecht Schlag ruhig zu bleiben. Der sowas als Vorbild auch erst recht üben muss. Und trotzdem: weg war der Schläger! Danach hat man auch viel gelesen, dass einem Spitzensportler sowas doch nicht passieren darf, er ist doch Vorbild, etc., etc.

Ich gehöre (leider?) auch zu der Sorte Mensch, die gerne Mal ein wenig das Rumpelstilzchen rausholt, wenn es nicht richtig läuft. Daher möchte ich hier mal eine Lanze für Rory brechen. Ich kann es einfach nur 100%ig nachfühlen: Manchmal kann man einfach nicht anders, dann muss die Wut oder der Frust raus. Viele können das nicht verstehen: „Ist doch nur ein Spiel!“. Man kann natürlich ein Spiel um des Spieles Willen spielen (dabei sein ist alles). Aber es gibt eben Menschen, die spielen, um zu gewinnen (irgendeiner muss das ja tun). Und da können die Nerven eben schon mal mit einem durchgehen, wenn man seinen eigenen Erwartungen nicht entspricht. Das schöne oder schlimme am Golfen ist dabei aber ja, dass man nur gegen sich selbst spielt. Und da ist es eben noch schwerer als Sieger hervorzugehen. Und ihr könnt mir gerne glauben: Hinterher möchte man meistens im Boden versinken. Denn eigentlich ist man ja ein ganz normaler, netter, umgänglicher, friedlicher Mensch. Aber wenn man im Spiel-Modus ist und einen erstmal der Ehrgeiz packt … oder um es mit einem Refrain von Peter Fox zu sagen: „Ein Biest lebt in Deinem Haus. Du sperrst es ein es bricht aus.“ Noch hat sich keiner meiner Schläger in einem Gewässer verirrt. Das Schöne aber ist: Sollte dies je passieren, wird nicht ein Millionen Publikum dabei sein – aber leider wird wohl auch kein Taucher kommen, der mir das Ding dann wieder rausholt 😉

Letztlich ist es einfach nur normal, dass auch den Spitzensportlern mal die Nerven durchgehen. Sie sind eben da wo sie sind, weil sie sehr ehrgeizige Menschen sind und den unbedingten Willen haben weiter zu machen, zu kämpfen und zu siegen. Die Kehrseite ist dabei aber, dass man zumindest für den kurzen Moment entsprechend frustriert ist, wenn es nicht klappt. Und da kann es eben auch mal sein, dass das raus muss. Das ist nicht arrogant, das ist nicht lächerlich, das ist nicht verwerflich – das ist menschlich!