Blockade im Kopf? Neuro-Mentales Coaching hilft

Golf Mental Coach Michael Rother

Golf Mental Coach Michael Rother

In unserer Serie zum Thema Psyche auf dem Golfplatz wird Ihnen diesmal Michael Rother das Neuro-Mentale Coaching genauer vorstellen, das sich insbesondere bei hartnäckigen Blockaden besonders eignet. Auch ich habe diese Methode mit erstaunlichen Resultaten bereits ausprobiert. Als denigo Blog Leser erhalten Sie außerdem unter Berufung auf diesen Artikel bis zum 31.12.2014 besondere Angebote bei Buchung einer Einzelcoach Sitzung bei Michael.

Wenn es zwischen den Ohren klemmt

Kennen Sie Golfer, die unter einer Spielblockade leiden?
Die nicht wissen, wie sie ihr Problem in den Griff bekommen sollen?
Die verzweifelt sind, weil kein einziger gut gemeinter Tipp eine Veränderung bringt?
Die schon mal überlegt haben, die Schläger ein für alle mal in den Keller zu stellen?

Dass sich Golf zwischen den Ohren abspielt, ist ein alter Hut. Dass regelmäßiges Mentaltraining bessere Leistungen bringt, ist erwiesen. Dass es aber Spielblockaden gibt – von einer Hartnäckigkeit, gegen die selbst das vermeintlich beste Mentaltraining nichts ausrichten kann – wissen nur Golfer, die seit Monaten oder Jahren darunter leiden.
Wie aber kann man diese Blockaden lösen? Welche Methoden bietet Golf-Mental Training den Sportlern und Sportlerinnen, um ihnen Zugang zu ihrem vollen Leistungspotential zu verschaffen?

Eine sehr hilfreiche Möglichkeit ist das Neuro-Mentale Golfcoaching.

Typische Golfer Probleme und ihre Chance

Golferprobleme sind häufig recht ähnlich. Einige der Folgenden kennen Sie sicher auch aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis oder vielleicht sogar von sich selbst:

  • Plötzlich tritt eine Putting-Schwäche auf. Bei Putts unter 2 Metern steht der Schweiß auf der Stirn. Yips ist die Folge, obowohl Putten vorher eigentlich eine Stärke war
  • Man startet schlecht auf den ersten Löchern und gibt dann schon für den Rest der Runde auf und denkt sich: „Das wird jetzt eh nichts mehr“. Und so kommt es dann auch.
  • Ein Azubi besteht wiederholt den Playing Ability Test nicht, obwohl er in Trainingsrunden seinen Score locker spielt.
  • Wasserhindernisse und Bunker werden aus Angst bewusst umspielt.
  • Auf der Drvinig Range läuft alles wie am Schnürchen, aber auf dem Platz kann die Leistung nicht abgerufen werden.
  • Auslöser, die im Turnier für eine schlechte Runde verantwortlich gemacht werden, manifestieren sich zum dauerhaften Problem.

Spielblockaden sollte man positiv betrachten. Eigentlich sind sie Entwicklungshelfer und ermöglichen uns, auf eine neue und höhere Stufe unseres Spiels zu gelangen.

Das Neuro-Mentale Golfcoaching

Die Methode Neuro-Mentales Golfcoaching beinhaltet Bestandteile aus dem Wingwave oder EMDR, in Verbindung mit einem kinesiologischen Finger-Muskeltest, dem sogenannten Myostatik Test.

Hier dreht sich alles um die Amygdala – auch Mandelkern oder limbisches System genannt. Dieser Teil unseres Gehirns leuchtet auf wie eine rote Ampel und löst Stress aus, wenn das Gehirn eine Situation erkennt, die es früher nicht bewältigt hat.

In der Nacht verarbeitet unser Gehirn die Informationen des Tages. Dies geschieht in der REM Phase (Rapid Eye Movement), in der sich unserer Augen schnell hin und her bewegen. Beim Neuro-Mentalen Golfcoaching wird dieser Prozess simuliert und durch Augenbewegungen im Wachzustand angeregt. Die Gehirnhälften synchronisieren sich dadurch und optimieren ihre Zusammenarbeit. Das Problem wird verarbeitet.

Kein Seelenstriptease nötig

Das Schöne an dieser Methode ist, dass niemand auf die Couch muss oder einen Seelenstriptease hinlegen und in seiner Kindheit graben muss. Was im Coaching relevant ist, erfährt man durch den Myostatik Test. Dieser führt wie ein Kompass durch die Sitzung. Man verlässt sich auf die körpereigene Intelligenz des Golfers, der sein Problem loswerden will. Ist die Blockade erst mal beseitigt, spielt man auch wieder besseres Golf. Der Gesamtscore verbessert sich, und die Freude nimmt zu.

Der Schlüssel zur Tür der Blockade ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Jeder Golfer erlebt seine eigene Geschichte mit diesem Sport und findet seine eigene persönliche Lösung. Neuro-Mental Coaches wie ich sind eigentlich nur der Mental Caddie, der die Hände hin hält zur Räuberleiter. Wir vertrauen der einzigartigen Stärke eines jeden Menschen zur Selbstheilung.
Können Sie sich vorstellen, wie sich jemand fühlt, der von seiner Spielblockade endlich befreit ist?

So besiegte Jochen den Yips

Jochen Himmel (Name geändert) spielt seit 12 Jahren gutes Golf (Handicap 3) und entwickelte vor 5 Jahren plötzlich einen starken Yips (unkontrollierbares Muskelzucken), zuerst nur beim Putten, später auch beim Chippen. Für ihn war es völlig unerklärlich, woher das Problem kam. Zuerst suchte er Hilfe bei einem Golflehrer in seinem Golfclub, um die Lösung seines Problem technisch anzugehen. Tatsächlich kam es so zu einer kurzfristigen Verbesserung in Privatrunden. Unter dem Druck des nächsten Turniers erfuhr er dann wieder eine Katastrophe. In seinem Heimatclub wussten die meisten seiner Mitspieler von seinem Problem. Viele gaben ihm ungefragt wohlgemeinte Tipps, die Jochen umzusetzen versuchte – leider ohne Erfolg. Im Coaching bekamen wir mit dem kinesiologischen Finger-Muskeltest schnell heraus, dass der Auslöser für seinen Stress schon 6 Jahre zurücklag: Bei der Clubmeisterschaft war er als Führender in die Schlussrunde gegangen und hatte an Loch 16 einen 4 Putt zu einem Quadruple-Bogey gespielt. Dieses Ereignis hatte er damals ohne augenscheinliche Emotionen und Nachwirkungen mit einem Schulterzucken hingenommen, so ganz nach dem Motto „Kann halt passieren“. Ein Jahr später bei der nächsten Clubmeisterschaft trat zum ersten Mal sein Yips auf und wurde immer stärker. Im Coaching haben wir mit nur einer Sitzung die Spielblockade beheben können. In diesem Jahr hat Jochen zum ersten Mal wieder an der Clubmeisterschaft teilgenommen. Seit mittlerweile einem Jahr ist er völlig ohne Yips und spielt wieder richtig gutes Golf.

Lassen Sie sich helfen

Wie Sie sehen, lässt sich nicht jedes Problem mit ein paar guten Ratschlägen angehen. Manches muss an der Ursache angepackt werden. Hier hilft Neuro-Mentales Golfcoaching genau dort anzusetzen, wo die Blockade sitzt.
Gerne helfe ich Ihnen dabei, die Ursache für Ihre persönliche Blockade herauszufinden. Mein Coaching besteht aus 1-4 Sitzungen zu einem Thema. Für ein kostenloses und unverbindliches 20minütiges Gespräch kontaktieren Sie mich unter: http://michael-rother.com. Alle denigo Blog Leser erhalten bis 31.12.2014 unter Berufung auf diesen Artikel vergünstigte Einzelcoaching-Preise. Ich freue mich auf Ihren Anruf!

Veräppeln Sie Ihr Gehirn

Golf Mental Coach Michael Rother

Michael Rother

Bekanntlich findet Golf ja zu 95 % zwischen den Ohren statt. Heißt für den ambitionierten Golfer: Auch der Kopf will trainiert sein. Hier der 3. Teil unserer Serie mit Michael Rother und seinen Tipps, wie man den “Ohrenzwischenbereich” besser in den Griff bekommt. Michael Rother arbeitet als Sport-Mental Coach (Schwerpunkt Golf), als NLP Master und Wingwave Coach mit Profis und Amateuren. Mehr Infos über seine Arbeit finden Sie unter: www.michael-rother.com

Die Spirale des Genervtseins

Bei den Golfturnieren der Profis kann man es immer wieder beobachten. Die normale Körperhaltung nach einem schlechten Schlag zeichnet sich aus durch: Augen auf dem Boden, Kopf hängt, Schultern nach vorne. Jede bestimmte Körperhaltung und jeder bestimmte Gesichtsausdruck erzeugen eine bestimmte emotionale Reaktion in uns. Sehr oft kommen wir nach einem schlechten Schlag in eine emotionale Negativspirale. Wir sind genervt wegen eines schlechten Schlages. Also nehmen wir eine genervte Körperhaltung ein. Dabei senden wir Signale an den Körper, der die entsprechenden Hormone und Neurotransmitter ausschüttet, die das „Genervtsein“ unterstützen. Ein Kreislauf beginnt. Wir fühlen uns noch schlechter und nehmen eine noch schlechtere Körperhaltung ein.

Selbstbewusstsein zeigen

Zum Vergleich stellen Sie sich mal einen Stierkämpfer vor. Er bringt sich in eine selbstbewusste Körperhaltung und signalisiert seinem eigenen Körper wie dem Stier: Ich bin selbstbewusst!
Oder Christiano Ronaldo vor einem Freistoß. Der Fußballspieler von Real Madrid plustert sich förmlich auf vor der gegnerischen Mannschaft, all das mit einem festen Ritual abgezählter Schritte.

Unser Gehirn kann getäuscht werden

Unsere Körperhaltung beeinflusst und verstärkt also unsere Stimmung.
Ein so-tun-als-ob ich selbstbewusst bin funktioniert. Nehmen wir eine selbstbewusste Körperhaltung ein, gaukeln wir unserm Gehirn vor: Wir sind selbstbewusst. Würden wir uns an ein Biofeedback Gerät anschließen, das die Gehirnwellen und den Herzschlag misst, würde das Gerät das gleiche aufzeichnen, ob das Selbstbewusstsein nur vorgetäuscht oder tatsächlich echt ist. Diese Technik ist trainierbar, sodass wir sie später sekundenschnell abrufen können. (Amy Cuddy – Your body language shapes who you are)

In nur 2 Minuten den Körper täuschen

Neuste Forschungen in der Verhaltenspsychologie untersuchen, was genau die Veränderung von Körpersprache bewirkt.
Dazu hat man bspw. Probanden an einer Universität in den USA getestet. Am Anfang des Tests hat man den Studenten eine Speichelprobe entnommen und ihre Hormonwerte Testosteron und Cortisol gemessen. Testosteron ist ein Hormon das gleichbedeutend ist mit Dominanz, Macht, Selbstbewusstsein. Cortisol ein Stress Hormon und gleichbedeutend mit der Unfähigkeit mit sehr stressvollen Situationen klarzukommen (In unserem Golfkontext wäre das, wenn man noch Loch 17 und 18 zu spielen hat und genau weiß, dass zwei Pars die Handicap Verbesserung bringen oder den Turniersieg sicherstellen).

Dann hat man die Probanden verschiedene Körperhaltungen einnehmen lassen, selbstbewusste und nicht selbstbewusste Körperhaltungen und wieder Speichelproben entnommen und festgestellt, dass die Hormonwerte Testosteron und Cortisol dramatisch gestiegen sind. Und das nach nur 2! Minuten. Diese Personen haben nicht nur bessere Hormonwerte gehabt, sie haben sich auch deutlich selbstbewusster (oder schlechter) gefühlt.
Die Wissenschaftler nennen das: Fake it till you make it. Also So-tun-als-ob bis wir es sind. Es funktioniert wirklich.

Halten Sie sich gerade!

Also, bei dem nächsten Schlag in den Wald einfach mal in den Körper reinspüren: Kopf hoch, Schultern zurück, Augen über der Linie der Fahne, den Rücken gerade halten und dabei auch ruhig mal übertreiben.

Viel Spaß mit dem Ausprobieren im Training und auf der Runde und gute Scores wünscht Michael Rother.

Beim nächsten Mal: Was tut man, wenn man auf dem Platz seiner Angst begegnet? Der Schlag über das Wasserhindernins, der kurze Putt oder das Spiel aus dem Bunker wollen einfach nicht gelingen? Wie löst man emotionale Spiel-Blockaden? Bericht über neuro-mentales Golfcoaching und Tipps zur Selbsthilfe.

Einfach weglächeln

Golf Mental Coach Michael Rother

Michael Rother

Bekanntlich findet Golf ja zu 95 % zwischen den Ohren statt. Heißt für den ambitionierten Golfer: Auch der Kopf will trainiert sein. Hier der zweite Teil unserer Serie mit Michael Rother und seinen Tipps, wie man den “Ohrenzwischenbereich” besser in den Griff bekommt. Michael Rother arbeitet als Sport-Mental Coach (Schwerpunkt Golf), als NLP Master und Wingwave Coach mit Profis und Amateuren. Mehr Infos über seine Arbeit finden Sie auf seiner Webseite

Verkrampfen aktiviert die falschen Muskeln

Wenn es für uns auf der Golfrunde nicht so gut läuft, verkrampfen wir. Unsere Muskelspannung ist viel zu hoch und die falschen Muskeln sind zum falschen Augenblick aktiviert. Wir könnten ja einfach mal lächeln.

Gelotologie ist die Wissenschaft des Lachens. Studien zeigen, dass Menschen, die lachen, sich danach besser fühlen, weil die Bewegung der Lachmuskeln auf das Gehirn wirkt. Denn Lachen sorgt für Entspannung, ist eine Entlastungsreaktion, versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und senkt den Blutdruck. Und Lachen schüttet Glückshormone aus wie Dopamin und Serotonin.

Verkrampfte Golfer erkennt man sofort an ihrem Gesicht. Viele beißen die Zähne zusammen. Die Kaumuskeln sind direkt mit der Hals, Nacken und Schultermuskulatur verbunden. Versuchen Sie mal so einen guten Golfschlag zu machen.

Es gibt übrigens Zahnschienen, die dieses Zubeißen verhindern, Manuel Neuer und Mats Hummels trainieren damit. Frederik Strünker, einer der besten deutschen Amateurgolfer, trainiert mit so einer Schiene. Sie verbessern angeblich Kieferfehlstellungen und erhöhen deutlich die Kraftleistung und Koordination. Die Grundannahme ist, dass eine Kieferfehlstellung oder zu festes Zubeißen die Körperstatik negativ beeinträchtigt. Auch hier geht es mal wieder um Entspannung.

Ein freundliches Gesicht erzeugt positive Gefühle

Der Psychologe Fritz Strack hat in den 90er Jahren an der Universität Trier folgendes Experiment gemacht. Er hat Versuchspersonen Comics gezeigt.
Eine Gruppe musste einen Stift nur mit den Lippen halten, die andere Gruppe mit den Zähnen.
Nur die Gruppe mit dem Stift zwischen den Zähnen amüsierte sich und stufte die Wirkung der Comics auf sich selber als lustiger ein. Die andere Gruppe verhinderte durch diese Haltung die Aktivierung eines bestimmten Muskels, der für das Lachen sehr wichtig ist.
Das Experiment zeigt: Menschen die ein freundliches Gesicht machen erzeugen bei sich selbst gute Laune und positive Gefühle.

Nach dem ersten Ärger wieder lächeln

Bitte denken Sie jetzt nicht, dass sie jeden schlechten Schlag mit einem Lächeln begleiten müssen. Es sähe auch ziemlich komisch aus, wahrscheinlich würde niemand mehr mit ihnen spielen wollen, wenn sie nur noch als künstliche Grinsebacke herumlaufen würden.

Aber: Sie könnten es ja direkt nach dem ersten Ärger mal ausprobieren. Einen schlechten Schlag kann man nämlich wirklich weglächeln.

Viel Spaß mit dem Ausprobieren im Training und auf der Runde und gute Scores wünscht Michael Rother.

Beim nächsten Mal: So tun, als ob man selbstbewusst ist, funktioniert. Warum man mit dem Einnehmen einer selbstbewussten Körpersprache auf der Golfrunde bessere Scores spielt.

Golfen ohne zu denken

Golf Mental Coach Michael Rother

Michael Rother

Bekanntlich findet Golf ja zu 95 % zwischen den Ohren statt. Heißt für den ambitionierten Golfer: Auch der Kopf will trainiert sein. Dafür starten wir ab heute eine Serie mit Michael Rother und seinen Tipps, wie man den „Ohrenzwischenbereich“ besser in den Griff bekommt. Michael Rother arbeitet als Sport-Mental Coach (Schwerpunkt Golf), als NLP Master und Wingwave Coach mit Profis und Amateuren. Mehr Infos über seine Arbeit finden Sie unter: www.michael-rother.com

Ohne Denken zum Erfolg

„Ich habe einfach aufgehört nachzudenken.“ (Martin Kaymer)

Nach einer langen Durststrecke ist Martin Kaymer wieder zurück in der Golf-Weltspitze. Platz 5 in der Fed Ex Cup Wertung und in der Weltrangliste wieder auf Platz 11, Tendenz steigend. Sein Caddy Craig Connelly sagt, dass Martin Kaymer ein „more complete player“ geworden ist. Kaymer selbst sagt: Vor 4 Jahren wusste ich einfach nicht was passierte. Ich hatte nicht erwartet mit 25 Jahren ein Turnier zu gewinnen, meine Leistung damals hat mich überrascht, viele Dinge haben mich überrascht.(http://www.theguardian.com/sport/2014/jun/16/martin-kaymer-better-major-champion-following-us-open-win-golf)

In den Interviews nach der gewonnen Players Championship und dem Major Sieg bei der US Open hat Martin Kaymer immer wieder davon gesprochen, dass er mehr und mehr versucht das Denken auszuschalten und in Vorbereitung vor wichtigen Turnieren nicht mehr an seinem Schwung zu feilen.

Das Denken auszuschalten und einfach nur Golf zu spielen ist kein einfaches Unterfangen. Trotzdem gibt es einige Strategien die uns dabei unterstützen können. Eine davon möchte ich heute vorstellen.

Der schnellste Weg um sich in einer Stresssituation auf dem Platz wieder auf die Spur zu bringen ist über den Körper. Was wir mit unserem Körper machen, hat Auswirkungen auf unseren Geist. Den Körper als Regulationsinstrument zu nutzen um seine Emotionen unter Kontrolle zu halten, das geht z.B mit dem richtigen Atmen auf der Runde.

Was passiert bei der Atmung?

Wir kennen es noch vom Biologieunterricht, wir atmen Sauerstoff ein und Kohlendioxid aus. So wird der Blutkreislauf gesteuert, das Blut transportiert Sauerstoff und Kohlendioxid zu den Zellen.Die richtige Atmung entspannt die Muskeln. Entspannte Muskeln bedeuten einen entspannten Golfschwung. Zu wenig Sauerstoffzufuhr, also z.B. wenn wir flach atmen verursacht Müdigkeit und Unkonzentriertheit.

Richtiges, tiefes Atmen senkt den Blutdruck, und die Herzfrequenz und beeinflusst positiv die Motorik des Golfschwungs. Bestimmte Stresshormone werden reduziert, das Herz sendet positive Signale an das Gehirn und den gesamten Organismus und verbessert unseren Gemütszustand und unsere Leistungsfähigkeit auf dem Golfplatz. Nicht umsonst spielt die Atmung eine zentrale Rolle in fast allen modernen Entspannungstechniken und den Praktiken wie Yoga, Karate, oder Kung-Fu.

Das Tolle ist, das wir über die Art der Atmung unsere Körperfunktionen bewusst steuern können. Und das ist das was mich beim mentalen Training immer so begeistert und worum es letzten Endes in der Sportpsychologie ja auch geht. Das wir unseren inneren Zustand selbst regeln können.

Wie wenden wir das auf dem Platz an?

So geht´s: Bei der Bauchatmung, auch Zwerchfellatmung genannt, atmen wir bei geschlossenen Mund durch die Nase ein und durch die geöffneten Lippen aus. Wir spüren einfach in unseren Körper hinein und nehmen dabei unsere Atmung wahr. Ohne einen bestimmen Rhythmus, einfach so, schnell oder so langsam wie unsere Atmung gerade ist.

Das geht ganz hervorragend auf dem Platz wenn wir zu unserem nächsten Schlag gehen oder darauf warten, dass der Flightpartner abschlägt. Ohne Druck und Müssen. Immer mal wieder auf der Runde für 30 Sekunden oder 1 Minute bewusstes Atmen in den Bauch hilft uns zu entspannen und loszulassen. Oder man macht sich auf der Scorekarte hinter jedem 3 Loch ein Häkchen zur Errinnerung.

Der großer Vorteil des tiefen Atmens auf dem Platz: Es ist unmöglich gleichzeitig ruhig zu atmen und aufgeregt zu sein, der Golfschwung kann ganz automatisch stattfinden ohne negativen Gedanken und Emotionen. Einen bewussten Ein und Ausatmer können wir auch hervorragend in unsere Pre-Shot Routine einbauen. Das bewirkt wahre Wunder.

Viel Spaß mit dem Ausprobieren im Training und auf der Runde und gute Scores wünscht Michael Rother.

Beim nächsten Mal: Unglaublich aber wahr. Warum man mit Lächeln auf der Runde Schläge einsparen kann.