Faszination Masters – Turnier mit fadem Beigeschmack

Als mir eine Freundin vor ein paar Monaten erzählte, sie hat zwei Karten für das Masters Anfang April, da bin ich schier vor Neid geplatzt. Weiter berichtete sie, dass sie voraussichtlich auch die nächsten Jahre Zugriff auf zwei Karten haben wird. Erstmal meiner Sprache beraubt stotterte ich anschließend etwas davon, ob sie mich da vielleicht auch mal mitnehmen würde. Ihre Antwort lautete schlicht: „Tja, meine Liebe, die Liste derer ist schon sehr lang.“ Doch woher kommt diese Faszination? Warum ist es vermutlich mit einer der größten Wünsche eines Golfers, bei diesem Turnier einmal live dabei zu sein? Und hat das Turnier diesen Ruf auch verdient?

Wunderschöne Anlage

Zunächst lässt sich feststellen, dass Menschen häufig Dinge begehren, die exklusiv sind und die eben nicht jeder haben kann. Um ein Ticket für das Masters zu ergattern braucht man entweder gute Beziehungen, viel Geld oder einfach Glück. Aber diese Exklusivität alleine reicht nicht aus, um die Golfer aller Welt anzuziehen. Jedes Jahr zu Turnierbeginn präsentiert sich der Augusta National Golf Club in seiner schönsten Pracht: akkurat gepflanzte Azaleen, majestätische Bäume, wie mit der Nagelschere bearbeitete Fairways und Grüns und nicht zuletzt die Magnolia Lane machen diesen Golfplatz zu einem der schönsten der Welt.

Traditionen und Eigenheiten

Zudem gibt es viele weitere Traditionen und Eigenheiten, die dieses Turnier von den anderen abhebt. Sei es das Verbot auf dem Areal zu rennen (ein herrliches Bild, wenn morgens die ersten Zuschauer auf den Platz stürmen, um sich im Gänsemarschschritt die besten Plätze zu ergattern), das strikte Verbot Kameras und Handys mit auf den Platz zu bringen (was übrigens auch für Journalisten gilt) oder die Vorgabe, nur die eigenen Masters Klappstühle als Sitzgelegenheiten zu verwenden. Alle Caddies laufen im Einheitslook auf und tragen einen weißen Overall mit dem Namen des Spielers auf dem Rücken. Bekannt ist das Masters natürlich auch für sein Green Jacket. Strebt man bei anderen Turnieren nach einer Trophäe, ist es wohl der Traum eines jeden Profi-Golfers einmal das berühmte grüne Jacket überziehen zu dürfen (das Jacket wird für den Sieger im Anschluss an das maßgeschneidert. Ein Jahr darf er es mit nach Hause nehmen, dann wird es im Golfclub verwahrt.). All diese Punkte machen das Masters zusätzlich zu etwas Besonderem.

Kehrseite der Medaille

Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. Der Augusta National Golf Club ist wohl einer der exklusivsten Golfclubs der Welt und wird von manchen gar als Geheimbund bezeichnet. Eine Mitgliedschaft kann nicht erworben werden, man wird eingeladen. Entsprechend sind Geld und Macht ungeschriebene Voraussetzungen, ebenso wie Hautfarbe und Geschlecht. Einer der Gründer des Clubs, Clifford Roberts, soll gesagt haben: „Solange ich lebe, sind die Golfer in diesem Golfclub weiß und die Caddies schwarz.“
Erst 1990 wurde das erste schwarze Mitglied in die elitäre Gemeinschaft aufgenommen. Als Tiger Woods 1997 zum ersten Mal das Masters gewann, war man zudem gezwungen, auch das erste schwarze Ehrenmitglied willkommen zu heißen. Frauen blieb eine Mitgliedschaft jedoch viele weitere Jahre verwehrt. Selbst als eine Frau CEO bei Hauptsponsor IBM wurde, denen traditionell eigentlich eine Mitgliedschaft angeboten wurde, änderte dies zunächst nichts. Es soll gar Morddrohungen gegen Aktivistinnen gegeben haben, die für eine Aufnahme der Frauen und für Gleichberechtigung protestierten. Doch im Sommer 2012 war es dann letztlich soweit. Condoleezza Rice wurde als erste Frau in den erlauchten Kreis der Mitglieder aufgenommen. Dennoch scheint dies keine allgemeine Öffnung hin zu Toleranz und Weltoffenheit zu sein.

Großes Turnier mit fraglicher Ausstrahlung

Letztlich ist und bleibt das Masters das Turnier der Turniere für Profis und Golfbegeisterte weltweit. Auch spielerisch wird von den Profis bspw. im Amen Corner Höchstleistung gefordert, um am Ende an der Spitze zu stehen. Das Event scheint jedoch eine Veranstaltung eines elitären, exklusiven Kreises von Menschen zu sein, die lieber für sich bleiben und die in Sachen Toleranz, Fairness und Sportgeist nicht unbedingt mit gutem Beispiel vorangehen. Böse Zungen behaupten sogar, dass dieses Turnier nur veranstaltet wird, um sich mit TV-Rechten, Werbeverträgen und Merchandising die Kassen vollzuspülen.

Der fade Beigeschmack

Millionen von Zuschauern werden das Spektakel live vor den Fernsehbildschirmen verfolgen und ihrem Favoriten die Daumen drücken. Auch ich habe die Energy Drinks bereitgestellt und plane schon den ein oder anderen Coup, wie ich auf der Liste meiner Freundin weiter nach oben kommen. So groß die Vorfreude jedoch ist, es bleibt auch heute noch ein fader Beigeschmack oder wie wir im Badischen sagen, die ganze Sache hat „a Gschmäggle“.

P.S.: Für die Dauer des Masters haben wir ein spezielles Angebot. In Anlehnung an den letzten deutschen Turniersieger, Bernhard Langer im Jahre 1993, gibt es jedes grüne Shirt (und die lilafarbenen Pendants für die Frauen) bis Ende der Woche für nur 19,93 €. Jetzt shoppen.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Masters_Tournament
http://www.stern.de/sport/sportwelt/golf-die-dunkle-seite-des-augusta-national-golf-club-3277064.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Augusta_National_Golf_Club
http://www.sueddeutsche.de/panorama/us-golfclub-augusta-national-oeffnet-sich-fuer-frauen-platzueberreife-1.1446772

Amen Corner @TheMasters live!

Endlich ist es wieder soweit. Die Jagd auf das grüne Jacket im Augusta National Golf Club in Georgia, USA beginnt. Wie auch in den letzten Jahren überträgt Sky alle Spieler im Amen Corner live und kostenfrei (Link zur Live-Übertragung Amen Corner auf Sky: http://www.sky.de/web/cms/de/golf-augusta-national-livestream.jsp). In diesem Jahr promoted Sky dieses Event auch fleißig auf seinen anderen Kanälen, so dass es vielleicht doch auch mal den ein oder anderen Nicht-Golfer vor den Bildschirm ziehen wird.

Aber warum zeigt Sky eigentlich ausgerechnet den „Amen Corner“? Was hat es denn mit dieser „Ecke“ auf sich?

Der Begriff Amen Corner wurde vom amerikanischen Journalisten Herbert Warren Wind „erfunden“. Er bezieht sich auf den 2. Schlag von Bahn 11 (http://www.masters.com/en_US/course/hole11.html), die vollständige Bahn 12 (http://www.masters.com/en_US/course/hole12.html) sowie den 1. und 2. Schlag auf Bahn 13 (http://www.masters.com/en_US/course/hole13.html). 1958 waren diese Löcher entscheidend für den Ausgang des Masters als Arnold Palmer aufgrund einer umstrittenen Regelfrage gewann. Inspiriert wurde der Journalist von den im Baseball und Football bekannten Begriffen „hot-corner“ und „coffin-corner“ sowie einem Jazz-Titel namens „Shouting Amen Corner“. Seit dieser Zeit hat sich der Name für diese 3 Löcher gehalten und ist zu einer Art Mythos geworden.

Diese 3 Löcher haben es aus mehreren Gründen in sich. Zum einen fließt dort der Rae’s Creek, so dass an diesen von Natur aus schweren Löchern die Gefahr den Ball im Wasser zu versenken relativ hoch ist. Zum anderen sind die Löcher von der Topographie her so angelegt, dass der Wind selbst für die Profis sehr schwer einzuschätzen ist. Durch die Höhenunterschiede und die zum Teil sehr hohen Pinienbäume sind die Windverhältnisse am Ball häufig ganz anders als am Ziel.

Alleine aufgrund der Herausforderung für die Spieler lohnt es sich also mal reinzuschauen. Aber auch, weil es einfach aufgrund der Pinien, Azaleen und Büsche drei wirklich schöne Löcher in – wie vom Augusta National Golf Club gewohnt – perfektem Pflegezustand sind.

Also liebe Nicht-Golfer und Golfer ohne Sky … einfach mal in den Live-Stream reinschauen und mitfiebern, wer sich das legendäre grüne Jacket als Sieger in diesem Jahr überziehen darf.

Was glauben Sie, wer gewinnen wird? Und wie schlägt sich Tiger Woods? Wir tippen in diesem Jahr auf die wilden Jungen und werfen mal Jordan Spieth als Sieger in den Raum. Wir dürfen gespannt sein.

Übrigens bieten wir passend dazu unser Cross Design GREEEN Poloshirt mit schräger Knopfleiste während des Masters zu einem Sonderpreis von 29,90 € an: http://www.denigo.de/male/poloshirt/cross/hellgruen-dunkelgruen